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Archive for the ‘Hmpf’ Category

Theoretisch oder meteorologisch zumindest. Aber: Es kann nur besser werden.

Nach dem letzten Eintrag war schnell wieder Schluss mit lustig, ich hab mir irgendwo eine Mörder-Erkältung geholt und das hat sich dann zwei Wochen gezogen, mit so ungefähr allen Symptomen, die man sich vorstellen kann. Nachdem ich gerade wieder einigermassen auf den Füssen war, kam die Nachricht, dass meine Mutter im Krankenhaus liegt. Verdacht auf Herzinfarkt. Meine Nerven! Gottseidank hat sich das nicht bestätigt, aber besonders gut gehts ihr immer noch nicht, sie hat sich im Krankenhaus auch noch einen Virus zugezogen, der dort offenbar heftig grassiert und es waren einige (im wahrsten Sinne des Wortes) beschissene Tage angesagt. Morgen kann sie hoffentlich nach Hause!

Ich war natürlich erst mal zu Tode erschrocken und habe, bis die „Entwarnung“ von wegen Herzinfarkt kam, auch nicht grad ruhig geschlafen, man weiss ja nun aus Erfahrung, wie schnell das alles gehen kann… Um den Irrsinn perfekt zu machen, hab ich plötzlich des Nachts einen unsäglichen Juckreiz empfunden, bin aufgestanden und hab geguckt, ob ich irgendwelche „Viecher“ im Bett habe, obwohl es für Mücken und Konsorten noch viel zu früh ist. Flöhe? Meine Katze  hatte noch NIE einen einzigen! Ich hab mich selbst betrachtet und war erst mal schockiert. Neben kleineren Pusteln wie von Mückenstichen hatte ich auch weitaus größere Quaddeln und eine Handteller große am Bauch! Was zum Teufel war das denn? Das sah aus, als hätte ich eine Qualle umarmt! Immer mal was Neues…

Ich hab das Bettzeug komplett ausgetauscht und sogar den Matratzenüberzug abgenommen (morgens um 3:00) weil ich zuerst auf irgendeine allergische Reaktion durch Hautkontakt getippt hatte. Nach zwei Tagen war der Spuk vorbei, ich nehme inzwischen an, dass es eher eine Reaktion auf den Dauerstress war, so nach dem Motto, du bist zu dünnhäutig, du must dir ein dickeres Fell zulegen, oder aber: es ist alles zum aus der Haut fahren.

Wie auch immer, am Donnerstag war ich erstmals wieder richtig fit und das Wettter hat auch mitgespielt, nachmittags gab es zwei Stunden lang blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Ich kann garnicht ausdrücken, wie sehr ich das genossen habe: Einfach nur Ruhe, keine neuen Hiobsbotschaften. Im Garten etwas im Laub rumstochern um zu sehen, ob sich schon etwas regt? Oh ja, es tut sich was. Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse haben sich unter der Schneedecke schon hervorgewagt. Lang dauerts nicht mehr, dachte ich mir.

Am Samstag war es dann endlich so weit. Der ganze Schnee war geschmolzen, die Sonne schien ab Mittag und es war einigermassen warm. Ich hab stundenlang vorsichtig Laub entfernt und zusammengerecht und immer wieder neue grüne Spitzen entdeckt. Wie wunderbar! Das ist tatsächlich jedes Jahr wieder ein kleines Wunder!

Heute bin ich spazieren gegangen um dem Frühling nachzuspüren. Es gibt schon vereinzelt blühende Haselsträucher, in den Gärten Winterlinge und Krokusse. Ich habe einen Mann beobachtet, der ganz versonnen dastand und auf den einzigen blühenden Krokus auf seinem riesigen Rasen geschaut hat. An der Böschung vom Kanal habe ich ein paar davon entdeckt, die aus einem Garten entfleucht waren, und natürlich habe ich sie ausgegraben und bei mir im Garten eingesetzt. Und dann, in der Abenddämmerung, hat zum ersten mal die Amsel gesungen! Hab ichs doch gewusst! Sie saß allerdings nicht auf dem Dachfirst der Scheune sondern auf dem alten Birnbaum.  Schön!

Nachdem ich mir vorgenommen habe, im März  jeden Tag ein Frühlingsfoto zu machen, also hier das erste, die Amsel im Birnbaum, fast als Scherenschnitt in der Dämmerung.

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Geburtstag ver 5.1

Wird ja langsam wirklich lästig, in diesem Alter. Schön war -wirklich schön- dass mir mein Vater einen gigantischen Blumenstrauss geschickt hat! Ich habe noch nie im Leben einen Blumenstrauss geschickt bekommen! Ich dachte ich spinne, als der Postbote da dieses Riesenpaket angeschleppt hat.

Ansonsten, die Feier mit den Nachbarn war echt süß, wir mussten allerdings schon um 16:00 starten,weil einige Leute nicht so lang bleiben konnten, d.h. das Fass war um 20:00 leer und Ende der Party. Hat aber auch gereicht, ich bin gelinde gesagt ganz gut angeschickert. Dann kamen auch noch Moni und Martin vorbei, kaum dass ich wieder zu Hause war, das fand ich nun wirklich extrem nett! Wir haben also noch eins geköpft und ich bin langsam bettreif, mein Gott, um 10! Früher haben wir da eher bis am nächsten Morgen um 10 gefeiert. Man wird jetzt wirklich alt!

Und die Traurigkeit habe ich noch immer nicht ganz los. Ich habe grad noch etwas passende Musik gesucht, und das  passenste ist immer noch das unten anhängende. Was ich im vergangenen Lebensjahr an Genickschlägen hinnehmen musste hat ja schon alles übertroffen, was bisher da war, und leicht war es noch nie. Erstaunlich eigentlich, was man alles überlebt! Wie auch immer. Dass man dabei noch gesund bleibt, keinen Herzinfarkt bekommt oder zum Alkoholiker wird. Oder zum Psycho. All das hat sicher im letzten Jahr in einem gewissen Quantum auch stattgefunden, aber gottseidank so, dass es nicht ausgeartet ist. Gottseidank ist gut, nachdem ich nicht an Gott glaube. An was denn eigentlich? Auch so eine philosophische geburtstagsspezifische Frage. An was glaube ich eigentlich noch?

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Herbstdepressionen

Wie habe ich nur den letzten Winter überlebt? Ich fühle mich mal wieder wie gelähmt und könnte ganze Tage im Bett verbringen, mit Katze und Buch. Aber auf Dauer geht das ja auch nicht. Es war schnell vorbei mit der guten Laune des letzten Beitrags. Und mit dem Spätsommer. Schon ist es kalt und grau und nass und die Abende sind so verdammt lang. Wenigstens gibt es noch ein paar bunte Blätter an den Bäumen, aber die werden auch schnell weg sein. Und dann Monate lang alles grau und braun.

Fussballspieler bringen sich um, und im Radio kann man das wunderbar ausschlachten, den ganzen Tag über. Die Politik fängt ja schon wieder an, langweilig zu werden. Und dann dieses Ekel erregende Gebaren der kollektiv Trauernden. Da werden Lichtlein angezündet und Teddybärchen und Blümchen niedergelegt und ein paar Tränchen verdrückt, von wildfremden Leuten und das muss sich so geil anfühlen, dieses verniedlichen des Todes. Und spätestens übermorgen ist dieser Mensch dann vergessen, denn dann gehen wir wieder zur Tagesordnung über. Bis auf die Familie und den Lokführer. Wie kann man sich nur vor den Zug werfen? Geht das nicht auch anständig? Das ist ja schon fast so schlimm wie sich als Geisterfahrer auf der Autobahn zu meucheln und noch ein paar Unschuldige mit zu nehmen.

Ok., da es gerade nicht regnet, gehe ich mal an die Luft und sehe, ob ich ein paar adäquate Herbstmotive finde. Am besten auf dem Friedhof. Har!

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Gestern abend bin ich seit langer, langer Zeit einmal wieder mit dem befriedigenden Gefühl ins Bett gegangen, dass es mir gut geht, ein schöner Tag hinter mir liegt, und ich mich auf morgen freue! Sehr selten, das. Wie kommt’s?

Ich bin rund um die Uhr beschäftigt und zwar zu, sagen wir mal 75%,  mit Dingen, die mir Spass machen. So einfach ist das eigentlich! Ich mache nach wie vor meine Beutezüge, das Ergatterte wird dann gleich – bis auf die Nüsse – entsprechend verarbeitet, Himbeermarmelade, Apfelkuchen, Pilzomlette …

Ausserdem betreue ich den großen Garten der Lieblingsnachbarn und auch ihre Katze, während sie in Urlaub sind. Die Katze, bzw. der Kater ist recht scheu und es war schon ein phänomenaler Augenblick, als er mich gestern von sich aus in meinem Garten besucht hat!

Früh morgens aber gabs einen wunderbaren Original-Angie-Slapstick! Ich bin rüber um die Katze zu füttern und den Garten zu giessen. Kater kam sogleich die Katzenleiter aus dem Schlafzimmer im Obergeschoss runter und folgte mir auf dem Fusse. Hab die Haustüre aufgeschlossen, mich in die Küche begeben, mit der Katze sprechend, um ihr das Frühstück zu servieren, da höre ich plötzlich über mir Schritte! Schockschwerenot, was ist das? Einbrecher? Oder habe ich Halluzinationen? Genau dieses vor mich hinmurmelnd gehe ich also vorsichtig zum Treppenabsatz und frage mich, ob ich mich traue, nachzusehen, als oben ein Mann in Unterhosen und T-Shirt – immerhin – erscheint. Ich hab erstmal spontan einen Schrei losgelassen und mich dann theatralisch am Treppengeländer festgehalten und zu Boden sinken lassen, kicher! Der vermeindliche Einbrecher war der Sohn des Hauses, der hier nicht wohnt, aber offenbar nach einem ausgiebigen Kirchweihbesuch zuhause genächtigt hat, einen Schlüssel hat er ja wohl. Da stand er, oben an der Treppe und hat mich wie eine Eule angeglotzt, ich dachte, ich kann nicht mehr! Rüdiger, das Nachtgespenst! In diesem Falle Udo, das Morgengespenst. Herrlich!

Ich darf mir als Löhnung alles aus dem Garten nehmen, was ich möchte, und dann habe ich auf dem Heimweg über die Wiese noch ein paar Champignons gefunden, das hat dann gegipfelt in einem köstlichen Omlette zum Frühstück auf der Terrasse.

Man nehme:

1 TL Butter
1 kleine Zwiebel
4 kleine Wiesen-Champignons
4 Kirschtomaten
2-3 Stängel Petersilie
2 Eier

Die Champignons putzen, in Scheibchen schneiden. Die Zwiebel fein hacken. In der Pfanne die Butter zerlassen und die Zwiebeln und Pilze darin andünsten. Die Eier verquirlen, gehackte Petersilie, Tomaten in Scheibchen und den Inhalt der Pfanne dazugeben, salzen und pfeffern, alles zurück in die Pfanne und ein Omlett bei niedriger Hitze stocken lassen. Ein Traum!

Und ansonsten bin ich immer noch sehr involviert in meine Fairyland-Experimentiergruppe. Das ist zwar zeitaufwändig, macht aber riesig Spass!

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Jeder Tag hat seine eigene Plag‘

Wenn es denn nur bei einer bliebe! Herrgottnochmal, da fällt mir die Brücke aus dem Mund, wunderbar, ich mit meiner Zahnarztphobie! Dann verstauche ich mir einen Zeh, das tut weh!!! Haha. Die Katze schleppt kurz hintereinander eine Maus und einen Vogel ins Schlafzimmer, zerlegt diese unsachgemäß und hat dann die Kotzerei, wie immer, wenn sie Federn frisst, wie kann man auch nur! Ich muss nächtens mal raus bzw. runter und trete prompt mit nacktem Fuss in einen Kotzhaufen, quaatsch…  Jaa, ich liebe meine Katze! Immer! Möchte ich nur ausdrücklich betonen.

Die Mückenplage hat kein Ende! Ich habe hier mittlerweile mehr Autan aufgebraucht als jemals in den Tropen. Ich weiss nicht, wieviele dieser ekelhaften Aliens – die Morphologie dieser Mistviecher erinnert mich wirklich daran – ich inzwischen an die Wand geklatscht oder mit meiner elektronischen Tennisschlägerwaffe verbrutzelt habe. Aber eine bleibt grundsätzlich übrig (Murphie!) und peinigt mich bis aufs Blut, das ist ja deren Sinn und Zweck. Daher stehe ich manchmal auch schon um 5 auf, ich setze mich dann lieber an den Rechner als in den Wahnsinn getrieben zu werden.

Der Küchenmurphie hat sich gottseidank wieder verzogen. Das ist dieser widerliche kleine Gnom, der sich manchmal auch bei passionierten Köchinnen einschleicht, die Sahne in Null-Komma-Nix zu Butter gerinnen, Kuchen in sich zusammen stürtzen und Pellkartoffeln anbrennen lässt! Ich habe daran festgestellt, dass er wieder weg ist,  dass ich wunderbare Falafel produziert habe, so richtig, also ohne Fertigmischung. Kichererbsen über Nacht eingeweicht, usw. Rezept folgt, bin heute zu müde. Humus dazu, köstlich! Ich habe übrigens eine leichte Ahnung, warum diese Dinger Kichererbsen heissen. Man könnte sie auch „Furzerbsen“ nennen. Sehr verdauungsanregend diese Leguminosen, aber lecker ohne Ende!

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Ein sehr gemischtes Thema heute. Fangen wir beim Anfang an. Hei, das war wieder eine Nacht! Ich dachte, so langsam wird es weniger, aber ich hatte heute Nacht (und die war sowieso verdammt kurz)  zum wiederholten Mal ein paar so hartnäckige Biester die ich einfach nicht mit meinem elektronischen Tennisschläger erwischen konnte. Bsssss und Siiirrr ohne Ende, das kann einem echt zum Wahnsinn treiben… Soviel Autan kann man sich garnicht verabreichen, dass es eine kurze Nacht lang hält. Und ich habe mit dem indonesischen Präparat grad eh so ein leichtes olfaktorisches Problem, ich kann es einfach nicht mehr riechen! „Wangi lembut“, dass ich nicht lache! Sanfter Duft! Das Zeug stinkt zum Himmel, unerträglich und penetrant süsslich riecht es.

Zum Thema Mücken bleiben immer noch ein paar Grundsatzfragen:

Warum zum Teufel sitzen diese diese Biester unter meinem Schreibtisch, warum stechen sie einen immer in die Knöchel, wo es dann am meisten juckt und warum wirkt das hiesige Autan am besten in Malaysia und hier wirkt einzig und allein das indonesische „Anti-Nyamuk“.

Ok. diese Fragen kann ich mir eigentlich gleich selbst beantworten. 

A – Die Drecksmücken sind lichtscheu, oder Dämmerungsaktiv, also bevorzugt  in dunklen Winkeln, z.B. unter dem Schreibtisch zuhause.

B – Sie stechen natürlich genau da hin, wo das Fleisch am dünnsten ist, oder die Adern am nähesten an der Oberfläche. Offene Frage: Woher wissen die das? Evolution?

C – Resistenz!

Weil wir gerade bei den wissenschaftlichen Fragen sind, die letzten Nächte waren nicht zuletzt auch deshalb kurz, weil wir in meiner Facebook Fairyland Forschungsgruppe einen flächendeckenden Test laufen liessen, Start Mittwoch abend, Ende heute, und ich mehr oder weniger rund um die Uhr Daten protokolliert habe.  Aber wirklich vom Feinsten, morgen habe ich noch eine gigantische Exceltabelle vor mir, in die ich die ganzen Ergebnisse von mir und meinen 4 Companions eintragen muss. Statistik eben, und um signifikante Ergebnisse zu erhalten bedarf es einer ganzen Menge Daten. Ich will hier nicht ins Detail gehen, aber ich habe sicher um die 500 Daten einzutragen.

Aber es macht Spass! Am Anfang ist ja ziemlich der Stress ausgebrochen, aber so nach und nach ging es ganz gut. Wie immer halt! Große Aufregung erst mal, wenn keiner so recht weiss, wies läuft, was er tun muss, was genau aufgezeichnet werden muss und die ganze Kommunikation quer über den Planeten abläuft, per Internet. Wenn die einen schlafen gehen, stehen die anderen grad auf. Aber, siehe da, es funktioniert! Faszinierend, hätte Mr. Spock gesagt.

Dann gab es noch ein paar nächtliche Randalierer, bei uns im Dorf ist Kirchweih, d.h. es stehen eine Schaukel, eine Bude mit Süssigkeiten und eine Hüpfburg auf dem Dorfplatz, die Sauferei findet in der hiesigen Wirtschaft statt, wo die Mass dann statt 4 plötzlich 6 Euro kostet, und diejenigen, die den Kragen nicht voll bekommen können, nach Kneipenschluss noch auf der Wiese hinter meinem Haus ihre Sixpacks auspacken und rumgrölen. Und ihren ganzen Müll liegenlassen. Alle Jahre wieder.

Das bringt mich gleich auf’s nächste Thema. Ich habe meinen samstäglichen Trip mit dem Fahrrad die 5 km zum Aldi absolviert – Katze frisst strikt nur Aldi-Dosen – und da stand alles voller Weihnachtsgebäck! Sind die eigentlich vollkommen jeck, inzwischen? Das wird doch jedes Jahr früher! Ich sitze hier immer noch mit kurzen Hosen rum und schüre ab und an meinen Grill, und die wollen Weihnachtskekse verkaufen?

Schon wieder ein Gedankensprung:  Ja genau, verkaufen wollen alle irgendeinen Schh.. und sich selber sowieso, es herrscht inzwischen erbitterter Wahlkrampf. An jeder Ecke grinsen mich Photoshop- oder sonstwie geschönte Gesichter an, die Sprüche sind dämlich wie seit eh und je – gibt es eigentlich Menschen, die das wirklich glauben? –  und man darf noch nicht mal dran ruckeln, die Dinger umdrehen oder gar verzieren, mit Bärtchen oder schwarzem Zahn, oder einem Spruch wie „Ja, ich glaube dir jedes Wort“ oder verwerflicheren Gedanken. Das wäre eine Straftat. Mich juckt es trotzdem jedes mal in den Fingern. Nein,natürlich tue ich es nicht. Was hauen die da für Geld raus, ich mag mir garnicht vorstellen, was dieser Unsinn kostet. Gerade hatte ich auch noch ein interressantes Gespräch am Telefon, in dem wir uns vorstellten, was wäre wenn. Wenn man tatsächlich mal dazu übergehen würde, die Wahlen nicht papiertechnisch sondern rechnerbasiert zu veranstalten. Lieber nicht, würde ich mal behaupten, aber das kommt bestimmt. Und da wird sich Murphies Law, mein Lieblingsgesetz, ganz sicher bestätigen.

Gute Nacht!

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Also…

So hatten Elke Heidenreichs Kolumnen in der „Brigitte“ immer angefangen, ich habe sie mit Begeisterung gelesen. Ich habe ja schon einmal erzählt, dass ich diese Frau und ihre geschriebenen Werke sehr verehre. Späteres (die Sendung „Lesen!“) ist mir ja wegen anarchistischer Fernsehverweigerung entgangen.
Ich versuche langsam aber sicher, mich von einigen Sachen, die ich einfach loswerden muss bis zum Aufbruch, zu trennen und dazu gehört eine gewisse Anzahl von Zeitschriften, die sich hier angesammelt haben.
Heute war es so schön, nach getaner Arbeit im Garten zu sitzen und zu lesen, da habe ich mir ein paar der alten „Brigitten“ vorgenommen – nochmal durchblättern bevor sie in die Papiertonne wandern ist sicher nicht verkehrt.
Dabei bin ich auf einen Artikel gestossen, bzw. auf einen Satz darin, der mich so erheitert hat, dass ich nicht an mich halten kann, das jetzt zu erzählen.
Es geht um „Coole Ideen für heisse Tage“, die man leider nicht wie ich auf der Terrasse und im Garten verbringen kann, sondern malochend im Büro ertragen muss. Wortlaut:

Herrlich erfrischend wirken Zitrus-Aromen – sie heben die Stimmung, wenn man trotz des schönen Wetters hinter dem Computer sitzen muss, dafür sind Raumdüfte und ätherische Öle ideal…

Ich sitze ja meistens vor dem Computer (bruuhaa!) schreckliche Vorstellung, hinter dem Computer sitzen zu müssen 🙂
Hab mir dann noch den Gesichtsausdruck meines Ex-Kollegen vorgestellt, wenn ich das Büro mit Zitrusdüften bedampft und mich hinter den Computer gesetzt hätte. Öffentlicher Kicheranfall im Garten!

Und noch einer, kurz auf den ersten folgend. Eine Jugendliche schiebt ihr Fahrrad an meinem Garten vorbei und brüllt ( jawohl brüllt!) dabei in ihr Handy. „Ja, wie soll ich denn die Fußgängerbrücke finden, ey, ich kenn mich doch nicht aus da, Scheisse!!!“  und noch mehr dergleichen. Hmpf. Ich wüsste hier im Umkreis von 10 km keine Fußgängerbrücke (worüber hinweg? Über den Fluß, den Kanal, die Autobahn?) Die Anwohner nach dem Weg zu fragen wäre eine gute Idee gewesen, aber das macht man heutzutage wahrscheinlich nicht mehr, ist bestimmt uncool. Vielleicht hätte die Dame vor Reisebeginn einen Zitrusduft auflegen sollen.

P.S.
Es kommt auf den Standpunkt an, hat Peter meiner Belustigung entgegen gesetzt, und da hat er natürlich recht. So gesehen war mein spontanes Gekichere aus meiner Sicht zwar nachvollziehbar, aber wechseln wir den Standpunkt, ist das, was mich so amüsiert hat eigentlich völlig normal. Von der Sicht des Chefs aus sitzt die Sekretärin wohl ziemlich eindeutig hinter dem Schreibtisch und damit auch – ehemals – hinter der Schreibmaschine und heute eben hinter dem Computer. Richtig. Ich sass grundsätzlich in jedem meiner Büros mit dem Schreibtisch zur Wand, weil ich meine Pinnwand mit den nötigen Infos vor der Nase haben wollte, und nicht ganztägig in irgendein Gesicht blicken und meinem Gegenüber das meinige auch nicht unbedingt zumuten wollte.  Also vor dem Computer. Und vor dem Bildschirm natürlich sowieso, dahinter wärs schwierig. Ok. lassen wir das.

So ist das übrigens mit allem. Es kommt wirklich auf den Standort an. Einen muss ich noch loswerden, nein, sogar zwei.

Ich habe mich einmal sehr gewundert, als ein Norddeutscher uns Südländer als „die da oben“ bezeichnet hat. Wie? Oben ist für mich Norden, schlichtweg landkartentechnisch. Er meinte, nun, oben wären für ihn die Berge, unten die See…  Und dann habe ich einmal eine sehr interessante Weltkarte gesehen, die quasi auf dem Kopf stand, bzw. von Australien als Mittelpunkt aus gesehen. Das hat was! Da sieht das Weltbild nämlich ein bisschen anders aus! Da wird der Malayische Archipel gleich viel größer und Amerika verschwindet irgendwo am Rande…

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