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Archive for the ‘Rezepte’ Category

Gestern abend bin ich seit langer, langer Zeit einmal wieder mit dem befriedigenden Gefühl ins Bett gegangen, dass es mir gut geht, ein schöner Tag hinter mir liegt, und ich mich auf morgen freue! Sehr selten, das. Wie kommt’s?

Ich bin rund um die Uhr beschäftigt und zwar zu, sagen wir mal 75%,  mit Dingen, die mir Spass machen. So einfach ist das eigentlich! Ich mache nach wie vor meine Beutezüge, das Ergatterte wird dann gleich – bis auf die Nüsse – entsprechend verarbeitet, Himbeermarmelade, Apfelkuchen, Pilzomlette …

Ausserdem betreue ich den großen Garten der Lieblingsnachbarn und auch ihre Katze, während sie in Urlaub sind. Die Katze, bzw. der Kater ist recht scheu und es war schon ein phänomenaler Augenblick, als er mich gestern von sich aus in meinem Garten besucht hat!

Früh morgens aber gabs einen wunderbaren Original-Angie-Slapstick! Ich bin rüber um die Katze zu füttern und den Garten zu giessen. Kater kam sogleich die Katzenleiter aus dem Schlafzimmer im Obergeschoss runter und folgte mir auf dem Fusse. Hab die Haustüre aufgeschlossen, mich in die Küche begeben, mit der Katze sprechend, um ihr das Frühstück zu servieren, da höre ich plötzlich über mir Schritte! Schockschwerenot, was ist das? Einbrecher? Oder habe ich Halluzinationen? Genau dieses vor mich hinmurmelnd gehe ich also vorsichtig zum Treppenabsatz und frage mich, ob ich mich traue, nachzusehen, als oben ein Mann in Unterhosen und T-Shirt – immerhin – erscheint. Ich hab erstmal spontan einen Schrei losgelassen und mich dann theatralisch am Treppengeländer festgehalten und zu Boden sinken lassen, kicher! Der vermeindliche Einbrecher war der Sohn des Hauses, der hier nicht wohnt, aber offenbar nach einem ausgiebigen Kirchweihbesuch zuhause genächtigt hat, einen Schlüssel hat er ja wohl. Da stand er, oben an der Treppe und hat mich wie eine Eule angeglotzt, ich dachte, ich kann nicht mehr! Rüdiger, das Nachtgespenst! In diesem Falle Udo, das Morgengespenst. Herrlich!

Ich darf mir als Löhnung alles aus dem Garten nehmen, was ich möchte, und dann habe ich auf dem Heimweg über die Wiese noch ein paar Champignons gefunden, das hat dann gegipfelt in einem köstlichen Omlette zum Frühstück auf der Terrasse.

Man nehme:

1 TL Butter
1 kleine Zwiebel
4 kleine Wiesen-Champignons
4 Kirschtomaten
2-3 Stängel Petersilie
2 Eier

Die Champignons putzen, in Scheibchen schneiden. Die Zwiebel fein hacken. In der Pfanne die Butter zerlassen und die Zwiebeln und Pilze darin andünsten. Die Eier verquirlen, gehackte Petersilie, Tomaten in Scheibchen und den Inhalt der Pfanne dazugeben, salzen und pfeffern, alles zurück in die Pfanne und ein Omlett bei niedriger Hitze stocken lassen. Ein Traum!

Und ansonsten bin ich immer noch sehr involviert in meine Fairyland-Experimentiergruppe. Das ist zwar zeitaufwändig, macht aber riesig Spass!

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Jaja, wie passend! Aber der Hintergrund ist ein ganz anderer: Altweibersommer ist eine so genannte Singularität und bezeichnet einen Zeitabschnitt gleichmäßiger Witterung im Spätjahr, oft im September, welcher sich durch ein Hochdruckgebiet, stabiles Wetter und ein warmes Ausklingen des Sommers auszeichnet.
Der Name leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Mit „weiben“ wurde im Altdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet, weben also. In norddeutschen Dialekten nennt man die Altweibersommerfäden Metten, Mettken oder Mettjen (als Verkleinerungsform von Made, d.h. man hielt sie für Raupengespinst). Wegen der lautlichen Ähnlichkeit wurde dieser Begriff wohl volksetymologisch zu Mädchen umgedeutet.

Der Begriff „Singularität“ ist mir aus Science Fiction Filmen und Romanen zwar gut bekannt, aber auch hier ist etwas ganz anderes gemeint, man lernt doch nie aus!

Der Begriff Singularität (lat. singularis: einzeln, einzigartig) bezeichnet in der Meteorologie sogenannte Witterungsregelfälle. Das sind Wetterlagen, die zu bestimmten Zeitabschnitten im Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten. Die Ursache dieser Regelmäßigkeit liegt im zyklischen Verlauf des Sonnenstandes, in – auch damit verbundenen – Temperaturänderungen und wiederkehrenden Strömungen (Großwetterlage), die auch im langjährigen Durchschnitt nicht verschwinden. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass das Eintreffen der Singularitäten zu einem bestimmten Stichtag oder Zeitraum auch sehr von Zufällen abhängig ist; außerdem treten diese Ereignisse meist nicht einmal in zwei Dritteln aller beobachteten Jahre auf.

Bekannte Singularitäten in Mitteleuropa sind zum Beispiel der Märzwinter, die Eisheiligen, die Schafskälte, der Altweibersommer, die Hundstage, der Martini-Sommer und das Weihnachtstauwetter.

Der Begriff „Singularität“ wurde von August Schmauss in den 1920er Jahren eingeführt, seitdem nannte man die Erforschung dieser Regelmäßigkeiten im Jahresgang der Witterung „Singularitätenforschung“. Ihren Höhepunkt hatte die Singularitätenforschung bis in die 1940er Jahre. Ziel war es, eine Wettervorhersage aufgrund dieser wiederkehrenden Ereignisse zu ermöglichen, was jedoch aufgegeben werden musste. In den 1950er Jahren wurde dann die Singularitätenforschung von Franz Baur zur Erforschung der Großwetterlagen weiterentwickelt. [Quelle: Wikipedia]

So ist das also! Die letzten Tage war es auch wirklich genial schön! Es wird zwar nächtens schon ganz schön kühl, unter 10°, gestern bin ich um 8:00 mit dem Fahrrad und kurzen Hosen zum Bäcker gestrampelt und da hat es mich tatsächlich schon an den Beinen gefroren, aber bis 9:00 hatten wir dann schon fast 20° und nachmittags durchaus über 30!

Grad macht die Singularität allerdings Spiriferenzchen. Es hat sich ein Gewitter zusammengebraut und es giesst wie aus Eimern, Pech auf der einen Seite, gut so auf der anderen. Meine Wiese im Garten versteppte schon wieder in den letzten Wochen, also ist Regen wirklich bitter nötig! Auf der anderen Seite hattte ich heute wieder ein Lagerfeuer angeschürt, das aber wegen des heftigen Windes, der dem Gewitter voranging und dem entsprechenden Funkenflug leider ab- bzw. ausgeblasen werden musste. In realiter mit der Giesskanne gelöscht.

Dabei war das heute so genial, da bei den Nachbarn hinter der Mauer schon wieder eine lautstarke Fete angesagt war, und ich beschlossen hatte, verdammt nochmal, ich mach das jetzt auch, „das  Imperium schlägt zurück!“ Den ganzen Nachmittag über hatte mich schon deren ohne Unterbrechung hysterisch kreischendes Kleinkind so genervt, dass ich vom Garten in die Küche ausweichen musste. Was ist bloß mit diesem Baby los, das ist ja nicht normal, es tönt seit Wochen wie eine angestochene Sau, kriegt das Zähne oder was? Meine Nerven!

In der Küche wurde abgesehen davon in den letzten zwei Tagen folgendes produziert: Blumenkohlsuppe, Zwiebel- und Champignon-Pakoras, Gurken-Mint-Lassi, Mango-Orangen-Sorbet, Pflaumenkuchen (was sonst?), Obatzder, die Rezepte und Fotos dazu kommen noch beizeiten. Im Garten wurden zwei wunderschöne Kränze mit Hopfenzapfen und Hagenbutten gebastelt, auch dazu noch mehr.

Nun, nachdem ich die sich anbahnende Fete an der lautstarken Musik aus der Garage, aus dem Auto (auch eine Möglichkeit, Lärm zu machen) registriert hatte, habe ich kurzerhand beschlossen, Holz zu holen und ein Gegenfeuer zu entfachen. Als ich mit dem vollen Beutel zurückkam, standen zwei leere, also auf Befüllung wartende Marmeladengläschen vor der Tür, und das kann im Prinzip nur von Moni kommen. Da ich nur maximal 30 Minuten weg war, habe ich ihr Handy angerufen, M&M haben flugs mit dem Auto gewendet, ich bin inzwischen Bier holen gegangen, „und schon war die Party im Gange“ ums mal mit Achim Reichel auszudrücken, „grins“.

Dann kam aber leider dieser ziemlich heftige Wind auf, was einem den Spass mit dem kleinen Lagerfeuer flugs verderben kann. Wir haben zwei Stunden lang ausgeharrt, aber dann war endgültig Schluss mit lustig. Die beiden sind nach Hause, ich hab alles, was nicht Niet- und Nagel- und Regenfest ist, nach innen geholt, aber schön wars trotzdem!

Moni kommt morgen zum Pflaumenkuchen essen und hinterher wollen wir nochmal einen Beutezug unternehmen. Allgemein einstimmige Feststellung: Das Leben könnte so schön sein, wenn man nur in Ruhe gelassen würde!

Und da gab es mal, in den späten 70ern ein so genial schönes Lied, das leider heutzutage nicht mehr auffindbar ist, ausser einer unsäglichen YT Aufnahme, homemade offenbar, nun zumindest den Text gibt es noch:

Power
Just give me the warm power of the sun
Give me the steady flow of a waterfall
Give me the spirit of  living things as they return to clay.
Just give me the restless power of the wind
Give me the comforting glow of a wood fire…

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Das wird ein Herbst! Es gibt, im Gegensatz zum letzten Jahr (habe ich das nicht schon geschrieben?) so viele Pflaumen, Mirabellen und Zwetschgen, dass im wahrsten Sinne des Wortes die Bäume zusammen brechen! Gestern war ich mal wieder mit dem Beutel unterwegs und habe eingesackt. Gleich abends noch einen Kuchen gebacken – kommet herbei, wer immer ein Stückchen mag – und heute richtig rumgefuhrwerkt in der Küche.

Im Schnellkochtopf die kleinen Mirabellen und Pfläumchen (im Ganzen, mit Kernen) auf den Locheinsatz gegeben, unten eine Tasse Wasser rein, und zusätzlich eine Stange Zimt, und ihnen Dampf  gemacht. Nach einer kurzen Abkühlzeit habe ich die Feststoffe mit dem Schöpflöffel herausgenommen und den verbliebenen Saft mit Süsstoff gesüsst. Ausgesprochen lecker, der Saft! Den habe ich in drei der schönen Likörflaschen vom Hofladen abgefüllt (gut, dass ich sie aufgehoben habe!),  jeweils zu zwei Dritteln voll und den Rest mit Korn aufgefüllt, gut geschüttelt, wow, sage ich nur, ein absolut köstlicher Pflaumenlikör! Ihr seht schon an den vielen Ausrufezeichen, dass mich sowas begeistert. Ich könnte den ganzen Tag in der Küche rumpantschen. Tu ich ja auch, im Moment.

Die übrig gebliebene Masse habe ich durch ein grobes Sieb gestrichen um die Kerne zu entfernen und gesüsst, damit habe ich nun auch noch ein wunderbares Pflaumenmus. Und das machen wir morgen doch gleich wieder, Likör, und mit den Resten Marmelade. Ich möchte mal eine Mischung von Pflaumen und Pfirsichen versuchen, das kommt bestimmt gut! Fotos und Rezepte folgen. Ach, und die Äpfel, die ich auch noch aufgesammelt habe, da habe ich auch schon Ideen. Das Apfelgelee kann man mit allen möglichen Zutaten variieren, ich denke an Rosmarin, Rosenblätter, Minze, Lavendel… Wiederum die Frage, warum eigentlich bin ich nicht Köchin, Gärtnerin oder Bäuerin geworden, wenn mir das so gut gefällt? Aber mit 18 sieht das Leben natürlich ein bisschen anders aus als mit 50.

Was philosophiere ich hier eigentlich? Zurück zur Marmelade. Was mir fehlt, sind genügend Gläschen. Ich dachte, meine liebe Nachbarin hätte bestimmt nen halben Dachboden voll davon, aber leider Fehlanzeige. Dafür gabs zwei riesige Salatgurken geschenkt. Ich liebe das, diesen Austausch von Naturalien gegen andere, oder gegen Gefälligkeiten wie Gartengiessen. Wir sollten alle wieder viel mehr zum Tauschhandel zurückkehren…

Bin dann kurz die 5 km zum Aldi geradelt, Katzenfutter brauchte ich sowieso, um zu gucken, ob da was im Angebot ist – niente. Aber: eine so genannte „Flotte Lotte“ gabs, auch Passiermühle genannt. Nachdem ich letztes Jahr schon mit so einer geliebäugelt hatte, konnte ich nicht widerstehen. Goiles Gerät! Auch bei REWE keine Marmeladengläschen, also muss ich morgen doch mal wieder den weiteren Weg in die Stadt nehmen, oder übermorgen, mal sehen…

Mir tut noch der Hintern weh vom samstäglichen Radeln zum Gerberei-Grillfest. Ich war etwas unentschlossen, aber meine Nachbarn hinter der Mauer haben mir die Entscheidung dann abgenommen. Ein Familienfest im Hof, ein ganzer Haufen grölender Kinder, die, nebenbei bemerkt, ständig über die Mauer gesprungen sind und meine Topinambur-Pflanzung ausserhalb des Gartens niedergemacht haben (grrr!), also nichts wie weg! Hat sich aber gelohnt, es gab ganz leckere Sachen da, ich hatte einen orientalischen Linsensalat (unbedingt auf der Liste der Versuchsküche!) und drei verschiedene Dips dazu, Nr.1 war Hummus, das muss ich endlich auch mal wieder machen, Nr. 2 ein gut mit Chilies geschärfter Schafskäsedip und Nr.3 eine unbekannte aber sehr gute grüne Sache, zumindest war Minze dabei. Dazu gabs noch ein Viertel türkisches Fladenbrot, ich war pappsatt und hatte Mühe, mein Bier noch irgendwie reinzubekommen.  

Da ich niemanden sonst kannte, habe ich meiner Freundin Moni, die da auch einen Stand hatte, bei der Crepes-Zubereitung zugesehen, richtig virtuos macht sie das, toll!  Und der Rückweg war auch ganz entspannt, obwohl eigentlich schon fast zu dunkel, um ohne Licht zu fahren, nun gut, auf dem Radweg durch die Wiesen geht das schon, auf der kurzen Strecke durch den Ort hab ich dann vorsichtshalber geschoben. Fragt sich, ob sich das noch lohnt, aber auf der anderen Seite, so ne Fahrradlampe wird so teuer auch nicht sein. Wenn sie mich erwischen, kostet es sicher mehr.

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Es hat etwas gedauert, aber nun habe ich endlich eine Verwendung für die vermaledeiten Maulbeeren gefunden. Da sie praktisch frei von Eigengeschmack sind und unheimlich schlecht zu pflücken, man bekommt sie nicht alle auf einmal, da sie nach und nach reifen, und die meisten zermatschen schon durchs blosse Angucken, wie mir scheint, geht es sowieso immer nur um ein paar Hand voll. Also nix mit Maulbeerwein. Aber die Farbe! Unglaublich! Zuerst einmal habe ich versucht, Eier damit zu färben, das hat aber nicht funktioniert, die Eier haben die Farbe schlecht angenommen und es kam kein Lila sondern ein schmutziges Grau-Blau dabei heraus. Eine Bananenmilch mit 5 Maulbeeren habe ich fabriziert, hm, auch nicht der Bringer. Rosa halt.

Die ersten unreifen Äpfel fallen bereits vom Baum – nicht wurmig in diesem Jahr! – und ich habe mich gestern daran erinnert, dass man aus diesen angeblich wunderbar Gelee kochen kann, sie sollen soviel Pektin enthalten, dass es von allein geliert, also mit ganz normalem Zucker. Ok. die tolle Küchenmaschine ist sowieso viel zu selten in Betrieb, beziehungsweise eigentlich nur der Mixer. Ich musste erst mal wieder die Bedienungsanleitung suchen und zu Rate ziehen, das sind ganz schön viele Bauteile…

Die Äpfel habe ich nur von Stil und Blüte befreit und mit Schale und Kernhaus geviertelt durchgepresst, das geht flott. Und eine Hand voll Maulbeeren dazu, klasse, die Farbe! Der erste Versuch aber ging erst mal etwas daneben, ich habe halb Gelierzucker und halb normalen verwendet, zu wenig wahrscheinlich, und keine Gelierprobe gemacht. Es wurde leider nicht fest. Apfelsaft? Schmecken tut es jedenfalls phantastisch!

Zweiter Versuch heute, mit 2:1 Gelierzucker, und das hat geklappt! Also werde ich demnächst bei den Nachbar das Fallobst aufsammeln und sie dann mit Apfelgelee beglücken.

Apropos Nachbarn: Sigi und Margit sind eine Woche in Urlaub gefahren und ich teile mir mit ein paar anderen Leuten das Garten giessen. Übers Wochenende hat es noch viel geregnet, aber heute vormittag wars dann soweit. Der Kater Rolli fühlt sich wohl sehr einsam, verständlich. Ich habe ihm etwas Futter mitgebracht und mich ein bisschen mit ihm unterhalten, er ist mir auf Schritt und Tritt gefolgt, während ich reihum gegossen habe. Der arme Kerl! Ich habe beschlossen ihm noch etwas länger Gesellschaft zu leisten und habe gleich noch die ganzen Blumentöpfe mit Geranien und Petunien von den abgeblühten Stängeln befreit. Das machen wir morgen wieder. Ein grosser Zucchino ist auch reif, den werde ich mir unter den Nagel reissen und ihn mit Hackfleisch und Schafskäse füllen. Aber zurück zum Gelee.

Rosa Apfelgelee

1 Liter frisch gepresster Apfelsaft aus unreifen Äpfeln
(eine Handvoll Maulbeeren mitgepresst)
500 g Gelierzucker 2:1
1 Stange Zimt
1 Stange Vanille

Den Zucker im Saft auflösen und für 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Zimt- und Vanillestange mitkochen und dann wieder herausnehmen. Gelierprobe geht so: einen kleinen Teller oder eine tasse kurz ins Gefrierfach stellen, dann von dem Gelee einen Teelöffel voll daraufgeben, wenn es fest wird ist es ok. In heiss ausgespülte Gläser mit Schraubverschluss füllen, fertig!

Die Fotos folgen noch, der Rechner treibt mich mit seiner Langsamkeit grad mal wieder zur Verzweiflung! Und die Mücken auch, es ist in diesem Jahr extrem schlimm!

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Kochstöckchen

Die Stöckchen fliegen hier ganz gewaltig, wird es endlich Frühling? Was früher die verhassten Kettenbriefe waren – man stelle sich das vor: Briefe, handgeschrieben, mit Briefmarke versehen und per Post an fünf Leute verschickt! – sind heutzutage offensichtlich die Blogstöckchen. Nun, es bleibt ja jedem selbst überlassen, das Spiel mitzuspielen oder nicht. Ich finde es – momentan zumindest – witzig. Vor allem überlege ich schon, was passieren wird, wenn ich selbst eins ent-werfe. Den Versuch werde ich später starten.

Nun also zum Koch-Stöckchen. Gefunden im Tag-Surfer bei  Sara  Emilia’s Weblog. Ich gebe es an niemanden weiter, weil ich keine/n kenne, die/der ein Kochblog hat, aber wer’s findet, darf es gern mitnehmen!

Ich koche …

Sehr gerne, sehr kreativ, bevorzugt asiatisch, und immer mit frischen Zutaten und vielen Gewürzen.

Wie alt ist die Küche?

Es ist eine Einbauküche im gemieteten Häuschen, geschätzte 10 – 15 Jahre alt. Müsste eigentlich in Teilen erneuert werden, das ist jedoch Sache des Vermieters und für mich lohnt es sich nicht mehr, darauf zu bestehen, da ich nicht mehr lange hier sein werde. Die Spülmaschine hat z.B. ne Macke, wurde schon zweimal repariert (für mein Geld), und saugt leider immer noch kein Wasser an. Das gieße ich im Moment per Hand rein. Halbmechanischer Betrieb, sozusagen.

Ich kann nicht kochen ohne…

meinen Gasherd, ich würde nie mehr anders Kochen wollen! Man kann so genial die Temperatur regeln und Energie sparend ist es auch. Auf die Mikrowelle würde ich auch ungern verzichten. Auch ständig in Gebrauch: die große Gusseiserne, beschichtete Pfanne, der Mörser, der Standmixer.

Auf die Zutaten bezogen: nicht ohne Ingwer, Knoblauch, Muskatnusss, frische Kräuter und indische Gewürze.

Ich mag es nicht, in der Küche zu stehen…

wenn ich nach einer großen Schlacht die ganze Sache wieder saubermachen muss.

Besonders gelungen ist mir…

das meiste, was ich versucht habe.

Voll daneben ging…

Der erste Versuch mit Lamm, es war total zäh und hat geschmeckt wie ein ausgewachsener Hammel. Bääääh. Seither lass ich die Finger davon.

Das neueste Gerät…

ein Schmortopf mit Glasdeckel von Silit, erstanden beim REWE mit Hilfe von vielen Sammelpunkten (in der Beziehung bin ich wohl wirklich sehr „deutsch“ 😀 )

Ich verzichte beim Kochen…

auf  Fertigprodukte, soweit es eben geht. Natürlich gibts auch bei mir mal ne Päckchensoße zum Andicken oder ein Kartoffelpü aus der Packung, aber nie Fertiggerichte, das ist mir ein Greuel.

Bei mir sucht man im Kühlschrank vergebens…

was über Grundzutaten hinausgeht. Es ist als Single nicht ratsam, größere Vorräte an frischen Zutaten aufzubewahren, weil das dann viel zu oft verdirbt, und ich mag es garnicht, Lebensmittel wegwefen zu müssen.

Besonders gern koche ich…

Asiatisch, bevorzugt, Thai, Indonesisch und vor allem Indisch, siehe Papadam, wegen der vielen Gewürze und der frischen, oft auch vegatarischen Zutaten. Ich esse Fleisch, aber nicht viel und wenn, dann vor allem Geflügel. 

Kochen werde ich nie…

Hammel, Rindersteaks, Karpfen, rote Rüben (Bete), wäre sicher noch zu ergänzen, kurz: was ich nicht mag.

Das nächste was ich ausprobieren werde…
weiss ich noch nicht

Zutaten die immer vorrätig sind…

diverse Obst- und Gemüse-Konserven, Mehl, Zucker, Nudeln, Reis, Kartoffeln, Butter, Milch, Senf, Gewürze, Tee, Kaffee, Katzenfutter 😉

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Kochwochenende

Ich glaube, morgen früh muss ich erst mal meine Küche aufräumen und putzen. Ich bin seit Freitag am rumpantschen und experimentieren. Zwei neue Gewürzmischungen hab ich hergestellt und ein indisches Blumenkohlgericht ausprobiert.

Naan-Brot VersuchDann hab ich den ersten Versuch gestartet, Naan-Brot selbst zu backen. Das Ergebnis war zwar nicht so ganz das, was ich mir erhofft hatte, aber zumindest weiss ich jetzt, wie man zu frischen Sonntagsbrötchen kommt. Die Konsistenz war genau die von aussen knusprigen und innen ganz flauschigen Brötchen. Nach der elenden Schneeschipperei – heute Nacht hat es 10 cm hoch geschneit – war das ein wunderbares Frühstück. Feiner Earl Grey Tee und ofenfrische, noch warme Honigbrötchen, was will man mehr?

Dann habe ich noch den Rest meines Grillhähnchens vom Donnerstag verarbeitet in ein überaus geniales Balti-Gericht. Mampf! Alle Rezepte hab ich natürlich im Papadam veröffentlicht.

Und nebenbei schreibe ich grad an einer Übersetzung eines Tourguides für Penang, die Broschüre (englisch) hab ich aus dem letzten Urlaub mitgebracht, und habe beschlossen, nun auch mal das Travellodge etwas aufzumotzen. Die Blogs wachsen und gedeihen.

Ich bin also ganz gut beschäftigt. Mein Gott, was würden wir heutzutage eigentlich ohne Internet machen?

Und der Süssen gehts auch gut, wie man sieht. Die darf auch immer probieren, wenn ich koche. Vom Hühnchen hat sie sonderbarerweise nicht viel gehalten, von der Sahne aber um so mehr.

Die Katz auf dem Sofa

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Walnuss-Schnitten

Zur Abwechslung mal wieder ein Rezept. Heute habe ich Walnuss-Schnitten gebacken. Ich bin ja ein großer Fan von Walnüssen, und diese Häppchen schmecken wirklich besonders gut.

Man nehme

Walnuss-Schnitten150 g Zartbitterschokolade
125 g Margarine
125 g Zucker
1 TL gemahlener Zimt
1 TL Espressopulver (Instant)
2 Eier
50 g Speisestärke
75 g Mehl
(oder 125 g Dinkelmehl)
1 TL Backpulver
150 g Walnüsse
Puderzucker (zum Bestäuben)

Zubereitung

Fett zerlassen (geht gut in der Mikrowelle). Die Schokolade grob hacken, in der flüssigen Margarine schmelzen. Etwas abkühlen lassen. Zucker, Eier, Zimt und Espressopulver dazu geben und verrühren. Speisestärke, Mehl, oder Dinkelmehl, und Backpulver unterrühren. Nüsse grob hacken und unterrühren.

Teig auf ein mit Backpapier belegtes kleines Blech (ca. 25 x 30 cm) geben und glatt streichen. Im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad (Ober- und Unterhitze) 20 – 30 Minuten backen.

Mit Puderzucker bestäuben und in rechteckige Schnittchen schneiden. In einer Dose sind diese genialen Häppchen ein paar Wochen haltbar.

Varianten: Teig mit weisser Schokolade, ohne Kaffepulver, zubereiten und die Schnittchen mit Kakao bestäuben. Mit einem Löffel kleine Häufchen aufs Blech geben und als Cockies backen. Oder: Den Teig in eine kleine Kastenform füllen und als Kuchen backen.

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