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Archive for the ‘Garten’ Category

Was für ein Wetter, die letzten Tage! Der Goldene Oktober scheint diesmal im November statt zu finden! Nachdem es so schön warm und sonnig war, habe ich beschlossen, meine zwei Bäume und Büsche doch noch im Herbst, und nicht wie geplant, erst im Frühjahr zurück zu schneiden. Der Apfelbaum war als erstes dran. Nachdem ich ihn im letzten Frühling sehr kräftig gestutzt hatte, konnte ich auch problemlos alles erreichen (auf dem Gartenstuhl stehend) und habe ihn von den ganzen „Wasserschossern“ befreit, die hatten sich nach dem Rückschnitt extrem kräftig entwickelt. Der Baum hat alle Kraft ins Laub gesteckt, daher auch die geringe Ausbeute an Äpfeln, in diesem Jahr. Ich hoffe, das wird im nächsten dann wieder mehr, gesetzt den Fall, dass ich zur nächsten Ernte dann noch hier bin…

Den Hibiscus hab ich mir als nächstes vorgenommen, auch ohne Probleme.  Der Tag war damit um, ich war müde und zufrieden, alles tat mir weh und ein kräftiger Muskelkater stand zu befürchten, aber das ist sooo angenehm, etwas getan zu haben, bei dem man auch Ergebnisse sehen kann. Das Abendessen schmeckt, ich bin müde und schlafe gut ein und durch, und stehe entsprechend gut gelaunt am nächsten Morgen auf.

Perfektes Wetter, also weiter werkeln. Schwieriger wurde es nun beim Ahorn, der hatte im Frühjahr keinen Schnitt bekommen und ist entsprechend hoch geschossen, und da kam ich dann auch mit Hilfe des Gartentisches nicht mehr ran. Ausserdem war meine Astschere hinüber, die war zum einen ein Billigfabrikat vom Discounter und zum anderen mit „Teleskopgriffen“ versehen, und diese ließen sich nicht mehr feststellen, also ein ewiges Geschiebe und Gerutsche, was letztendlich mit einer Blutblase an der Hand durch Einzwicken und viel Gefluche  geendet hat, den Ahorn konnte ich erst mal aufgeben.

Die Idee war, dass eventuell von Siggis Traktor aus auch die „Nester“ ganz oben zu erreichen wären – und, natürlich, da konnte ich mir bestimmt das richtige Werkzeug ausleihen. Ich bin mal rüber, die Astschere hat mich schon vom Hänger aus angelacht, nur der Herr des Hauses war nicht da, die Frau gerade auf dem Sprint zum Bus, aber mit der Erlaubnis „nimm, was du brauchst, kein Problem“. Ich habe mit der 1A Baumschere erst mal ein bisschen meinen ach so geliebten Maulbeerbaum in die Schranken gewiesen, soweit möglich. Auch da waren unüberwindliche Hindernisse zu sehen, nämlich so dicke Äste, dass man da praktisch nur noch mit der Säge weiterkam.  Also wieder: „Siggi muss her“.

Glücklicher Zufall, kaum gedacht, kam derselbige auch schon angetuckert und ich hab ihn angehalten und gefragt, ob das denn ginge, mit dem Traktor am Gartenzaun – kein Problem, der Mann hat die Sache und seine Astschere gleich selber in die Hand genommen und Ruckzuck war der Ahorn „erledigt“. Dann haben wir zusammen den Maulbären begutachtet und – mein Glück nahm kein Ende – Siggi hat seine Motor- oder Akku-Säge gezückt (er kam grad aus dem Wald vom Holzmachen) und Ratzfatz waren die dicken Äste weg! Wunderbar! Besser gehts nicht, dachte ich.

Aber es kam noch besser. Es hatte sich ja inzwischen ein riesiger Haufen Gestrüpp auf meinem Parkplatz angesammelt und S. meinte zuerst, er würde das demnächst mal aufgabeln, aber dann kam er auf die Idee, mir seinen kleinen Hänger rüber zu stellen, dann konnte ich das Zeugs selber aufladen. Und er brachte ihn spontan gleich noch rüber, nicht erst am nächsten Morgen, wie geplant.  Das nenne ich Nachbarschaftshilfe! Kein „mal sehen, vielleicht, irgendwann, blabla“ sondern „ein Mann ein Wort“ und Taten, die dem Wort sofort folgen. Ich bin selten Menschen begegnet, die so offen, ehrlich und hilfsbereit sind.

Tag 3 im Garten war dann mit Aufladen von Ästen und Gestrüpp und dem Beseitigen des inzwischen fast komplett gefallenen Laubs ausgefüllt. Das passt ja nun wieder in den halb leeren Komposthaufen, und ein bisschen davon lasse ich auch immer liegen als Frostschutz. Sehr befriedigend, das Ganze, trotz Muskelkater! Morgen backe ich einen leckeren Apfelkuchen als kleine Gegengabe.

Die Katze tollt begeistert herum, hascht nach runterfallenden Zweigen, sprintet durch das Laub, tigert auf der inzwischen für sie wieder begehbaren Mauer rum, es ist eine wahre Freude, ihr zuzusehen. Gestern hat sie mich ganz besonders zärtlich aufgeweckt. Zuerst hatte ich die Samtpfoten gaanz vorsichtig an der Nase, dann hat sie sich neben mich ins Bett gekuschelt und geschnurrt wie ein Motor und mir schliesslich noch die Hände abgeleckt um sich dann, ihre Pfoten auf meinen, wieder in ihre Katzenträume fallen zu lassen. Was träumt meine Katze wohl? Träumt sie vom Mäusefangen? Ich beobachte das immer wieder völlig fasziniert, wenn sie auf dem Sofa neben mir in den Tiefschlaft (oder REM-Schlaf?) fällt. Plötzlich beginnen die Schnurrhaare und die Pfötchen zu zucken, manchmal fängt sie an, zu schmatzen, ich halte dann fast den Atem an, um sie ja nicht aus Versehen zu wecken. Sie schnarcht auch manchmal ganz leise. So süß!

Da haben wir natürlich wieder das Problem Nr. 1 – ein klassisches Dilemma – du hast 2 Möglichkeiten, und beide sind unmöglich. Ok. das ist ein anderes Kapitel, dazu morgen mehr.

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Jaja, wie passend! Aber der Hintergrund ist ein ganz anderer: Altweibersommer ist eine so genannte Singularität und bezeichnet einen Zeitabschnitt gleichmäßiger Witterung im Spätjahr, oft im September, welcher sich durch ein Hochdruckgebiet, stabiles Wetter und ein warmes Ausklingen des Sommers auszeichnet.
Der Name leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Mit „weiben“ wurde im Altdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet, weben also. In norddeutschen Dialekten nennt man die Altweibersommerfäden Metten, Mettken oder Mettjen (als Verkleinerungsform von Made, d.h. man hielt sie für Raupengespinst). Wegen der lautlichen Ähnlichkeit wurde dieser Begriff wohl volksetymologisch zu Mädchen umgedeutet.

Der Begriff „Singularität“ ist mir aus Science Fiction Filmen und Romanen zwar gut bekannt, aber auch hier ist etwas ganz anderes gemeint, man lernt doch nie aus!

Der Begriff Singularität (lat. singularis: einzeln, einzigartig) bezeichnet in der Meteorologie sogenannte Witterungsregelfälle. Das sind Wetterlagen, die zu bestimmten Zeitabschnitten im Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten. Die Ursache dieser Regelmäßigkeit liegt im zyklischen Verlauf des Sonnenstandes, in – auch damit verbundenen – Temperaturänderungen und wiederkehrenden Strömungen (Großwetterlage), die auch im langjährigen Durchschnitt nicht verschwinden. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass das Eintreffen der Singularitäten zu einem bestimmten Stichtag oder Zeitraum auch sehr von Zufällen abhängig ist; außerdem treten diese Ereignisse meist nicht einmal in zwei Dritteln aller beobachteten Jahre auf.

Bekannte Singularitäten in Mitteleuropa sind zum Beispiel der Märzwinter, die Eisheiligen, die Schafskälte, der Altweibersommer, die Hundstage, der Martini-Sommer und das Weihnachtstauwetter.

Der Begriff „Singularität“ wurde von August Schmauss in den 1920er Jahren eingeführt, seitdem nannte man die Erforschung dieser Regelmäßigkeiten im Jahresgang der Witterung „Singularitätenforschung“. Ihren Höhepunkt hatte die Singularitätenforschung bis in die 1940er Jahre. Ziel war es, eine Wettervorhersage aufgrund dieser wiederkehrenden Ereignisse zu ermöglichen, was jedoch aufgegeben werden musste. In den 1950er Jahren wurde dann die Singularitätenforschung von Franz Baur zur Erforschung der Großwetterlagen weiterentwickelt. [Quelle: Wikipedia]

So ist das also! Die letzten Tage war es auch wirklich genial schön! Es wird zwar nächtens schon ganz schön kühl, unter 10°, gestern bin ich um 8:00 mit dem Fahrrad und kurzen Hosen zum Bäcker gestrampelt und da hat es mich tatsächlich schon an den Beinen gefroren, aber bis 9:00 hatten wir dann schon fast 20° und nachmittags durchaus über 30!

Grad macht die Singularität allerdings Spiriferenzchen. Es hat sich ein Gewitter zusammengebraut und es giesst wie aus Eimern, Pech auf der einen Seite, gut so auf der anderen. Meine Wiese im Garten versteppte schon wieder in den letzten Wochen, also ist Regen wirklich bitter nötig! Auf der anderen Seite hattte ich heute wieder ein Lagerfeuer angeschürt, das aber wegen des heftigen Windes, der dem Gewitter voranging und dem entsprechenden Funkenflug leider ab- bzw. ausgeblasen werden musste. In realiter mit der Giesskanne gelöscht.

Dabei war das heute so genial, da bei den Nachbarn hinter der Mauer schon wieder eine lautstarke Fete angesagt war, und ich beschlossen hatte, verdammt nochmal, ich mach das jetzt auch, „das  Imperium schlägt zurück!“ Den ganzen Nachmittag über hatte mich schon deren ohne Unterbrechung hysterisch kreischendes Kleinkind so genervt, dass ich vom Garten in die Küche ausweichen musste. Was ist bloß mit diesem Baby los, das ist ja nicht normal, es tönt seit Wochen wie eine angestochene Sau, kriegt das Zähne oder was? Meine Nerven!

In der Küche wurde abgesehen davon in den letzten zwei Tagen folgendes produziert: Blumenkohlsuppe, Zwiebel- und Champignon-Pakoras, Gurken-Mint-Lassi, Mango-Orangen-Sorbet, Pflaumenkuchen (was sonst?), Obatzder, die Rezepte und Fotos dazu kommen noch beizeiten. Im Garten wurden zwei wunderschöne Kränze mit Hopfenzapfen und Hagenbutten gebastelt, auch dazu noch mehr.

Nun, nachdem ich die sich anbahnende Fete an der lautstarken Musik aus der Garage, aus dem Auto (auch eine Möglichkeit, Lärm zu machen) registriert hatte, habe ich kurzerhand beschlossen, Holz zu holen und ein Gegenfeuer zu entfachen. Als ich mit dem vollen Beutel zurückkam, standen zwei leere, also auf Befüllung wartende Marmeladengläschen vor der Tür, und das kann im Prinzip nur von Moni kommen. Da ich nur maximal 30 Minuten weg war, habe ich ihr Handy angerufen, M&M haben flugs mit dem Auto gewendet, ich bin inzwischen Bier holen gegangen, „und schon war die Party im Gange“ ums mal mit Achim Reichel auszudrücken, „grins“.

Dann kam aber leider dieser ziemlich heftige Wind auf, was einem den Spass mit dem kleinen Lagerfeuer flugs verderben kann. Wir haben zwei Stunden lang ausgeharrt, aber dann war endgültig Schluss mit lustig. Die beiden sind nach Hause, ich hab alles, was nicht Niet- und Nagel- und Regenfest ist, nach innen geholt, aber schön wars trotzdem!

Moni kommt morgen zum Pflaumenkuchen essen und hinterher wollen wir nochmal einen Beutezug unternehmen. Allgemein einstimmige Feststellung: Das Leben könnte so schön sein, wenn man nur in Ruhe gelassen würde!

Und da gab es mal, in den späten 70ern ein so genial schönes Lied, das leider heutzutage nicht mehr auffindbar ist, ausser einer unsäglichen YT Aufnahme, homemade offenbar, nun zumindest den Text gibt es noch:

Power
Just give me the warm power of the sun
Give me the steady flow of a waterfall
Give me the spirit of  living things as they return to clay.
Just give me the restless power of the wind
Give me the comforting glow of a wood fire…

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Schwalbenschwanz

Meine Raupen sind verschwunden! Zumindest drei von vieren. Aber wohin nur? Verpuppen die sich woanders, nicht am Fenchelstrauch? Heute Nacht war es reltiv kalt, unter 10°, vielleicht ist das eine Art Auslöser? Oder geht es einfach nur darum, wie fett sie sind? Diejenige, die noch da ist, war jedenfalls die kleinste der vier, falls sie nicht ganz rasant ihre Positionen getauscht haben. Ich habe gedacht, ich tu sie in ein Einweckglas, dass sie mir nicht auch noch stiften geht, aber das ist wohl keine so gute Idee, ich setze sie lieber wieder aus. Hier habe ich äusserst interessante Infos gefunden, vielmehr als auf Wikipedia!

http://www.schwalbenschwanz.ch/

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