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Archive for the ‘Garten’ Category

Was für ein Wetter, die letzten Tage! Der Goldene Oktober scheint diesmal im November statt zu finden! Nachdem es so schön warm und sonnig war, habe ich beschlossen, meine zwei Bäume und Büsche doch noch im Herbst, und nicht wie geplant, erst im Frühjahr zurück zu schneiden. Der Apfelbaum war als erstes dran. Nachdem ich ihn im letzten Frühling sehr kräftig gestutzt hatte, konnte ich auch problemlos alles erreichen (auf dem Gartenstuhl stehend) und habe ihn von den ganzen „Wasserschossern“ befreit, die hatten sich nach dem Rückschnitt extrem kräftig entwickelt. Der Baum hat alle Kraft ins Laub gesteckt, daher auch die geringe Ausbeute an Äpfeln, in diesem Jahr. Ich hoffe, das wird im nächsten dann wieder mehr, gesetzt den Fall, dass ich zur nächsten Ernte dann noch hier bin…

Den Hibiscus hab ich mir als nächstes vorgenommen, auch ohne Probleme.  Der Tag war damit um, ich war müde und zufrieden, alles tat mir weh und ein kräftiger Muskelkater stand zu befürchten, aber das ist sooo angenehm, etwas getan zu haben, bei dem man auch Ergebnisse sehen kann. Das Abendessen schmeckt, ich bin müde und schlafe gut ein und durch, und stehe entsprechend gut gelaunt am nächsten Morgen auf.

Perfektes Wetter, also weiter werkeln. Schwieriger wurde es nun beim Ahorn, der hatte im Frühjahr keinen Schnitt bekommen und ist entsprechend hoch geschossen, und da kam ich dann auch mit Hilfe des Gartentisches nicht mehr ran. Ausserdem war meine Astschere hinüber, die war zum einen ein Billigfabrikat vom Discounter und zum anderen mit „Teleskopgriffen“ versehen, und diese ließen sich nicht mehr feststellen, also ein ewiges Geschiebe und Gerutsche, was letztendlich mit einer Blutblase an der Hand durch Einzwicken und viel Gefluche  geendet hat, den Ahorn konnte ich erst mal aufgeben.

Die Idee war, dass eventuell von Siggis Traktor aus auch die „Nester“ ganz oben zu erreichen wären – und, natürlich, da konnte ich mir bestimmt das richtige Werkzeug ausleihen. Ich bin mal rüber, die Astschere hat mich schon vom Hänger aus angelacht, nur der Herr des Hauses war nicht da, die Frau gerade auf dem Sprint zum Bus, aber mit der Erlaubnis „nimm, was du brauchst, kein Problem“. Ich habe mit der 1A Baumschere erst mal ein bisschen meinen ach so geliebten Maulbeerbaum in die Schranken gewiesen, soweit möglich. Auch da waren unüberwindliche Hindernisse zu sehen, nämlich so dicke Äste, dass man da praktisch nur noch mit der Säge weiterkam.  Also wieder: „Siggi muss her“.

Glücklicher Zufall, kaum gedacht, kam derselbige auch schon angetuckert und ich hab ihn angehalten und gefragt, ob das denn ginge, mit dem Traktor am Gartenzaun – kein Problem, der Mann hat die Sache und seine Astschere gleich selber in die Hand genommen und Ruckzuck war der Ahorn „erledigt“. Dann haben wir zusammen den Maulbären begutachtet und – mein Glück nahm kein Ende – Siggi hat seine Motor- oder Akku-Säge gezückt (er kam grad aus dem Wald vom Holzmachen) und Ratzfatz waren die dicken Äste weg! Wunderbar! Besser gehts nicht, dachte ich.

Aber es kam noch besser. Es hatte sich ja inzwischen ein riesiger Haufen Gestrüpp auf meinem Parkplatz angesammelt und S. meinte zuerst, er würde das demnächst mal aufgabeln, aber dann kam er auf die Idee, mir seinen kleinen Hänger rüber zu stellen, dann konnte ich das Zeugs selber aufladen. Und er brachte ihn spontan gleich noch rüber, nicht erst am nächsten Morgen, wie geplant.  Das nenne ich Nachbarschaftshilfe! Kein „mal sehen, vielleicht, irgendwann, blabla“ sondern „ein Mann ein Wort“ und Taten, die dem Wort sofort folgen. Ich bin selten Menschen begegnet, die so offen, ehrlich und hilfsbereit sind.

Tag 3 im Garten war dann mit Aufladen von Ästen und Gestrüpp und dem Beseitigen des inzwischen fast komplett gefallenen Laubs ausgefüllt. Das passt ja nun wieder in den halb leeren Komposthaufen, und ein bisschen davon lasse ich auch immer liegen als Frostschutz. Sehr befriedigend, das Ganze, trotz Muskelkater! Morgen backe ich einen leckeren Apfelkuchen als kleine Gegengabe.

Die Katze tollt begeistert herum, hascht nach runterfallenden Zweigen, sprintet durch das Laub, tigert auf der inzwischen für sie wieder begehbaren Mauer rum, es ist eine wahre Freude, ihr zuzusehen. Gestern hat sie mich ganz besonders zärtlich aufgeweckt. Zuerst hatte ich die Samtpfoten gaanz vorsichtig an der Nase, dann hat sie sich neben mich ins Bett gekuschelt und geschnurrt wie ein Motor und mir schliesslich noch die Hände abgeleckt um sich dann, ihre Pfoten auf meinen, wieder in ihre Katzenträume fallen zu lassen. Was träumt meine Katze wohl? Träumt sie vom Mäusefangen? Ich beobachte das immer wieder völlig fasziniert, wenn sie auf dem Sofa neben mir in den Tiefschlaft (oder REM-Schlaf?) fällt. Plötzlich beginnen die Schnurrhaare und die Pfötchen zu zucken, manchmal fängt sie an, zu schmatzen, ich halte dann fast den Atem an, um sie ja nicht aus Versehen zu wecken. Sie schnarcht auch manchmal ganz leise. So süß!

Da haben wir natürlich wieder das Problem Nr. 1 – ein klassisches Dilemma – du hast 2 Möglichkeiten, und beide sind unmöglich. Ok. das ist ein anderes Kapitel, dazu morgen mehr.

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Jaja, wie passend! Aber der Hintergrund ist ein ganz anderer: Altweibersommer ist eine so genannte Singularität und bezeichnet einen Zeitabschnitt gleichmäßiger Witterung im Spätjahr, oft im September, welcher sich durch ein Hochdruckgebiet, stabiles Wetter und ein warmes Ausklingen des Sommers auszeichnet.
Der Name leitet sich von Spinnfäden her, mit denen junge Baldachinspinnen im Herbst durch die Luft segeln. Mit „weiben“ wurde im Altdeutschen das Knüpfen der Spinnweben bezeichnet, weben also. In norddeutschen Dialekten nennt man die Altweibersommerfäden Metten, Mettken oder Mettjen (als Verkleinerungsform von Made, d.h. man hielt sie für Raupengespinst). Wegen der lautlichen Ähnlichkeit wurde dieser Begriff wohl volksetymologisch zu Mädchen umgedeutet.

Der Begriff „Singularität“ ist mir aus Science Fiction Filmen und Romanen zwar gut bekannt, aber auch hier ist etwas ganz anderes gemeint, man lernt doch nie aus!

Der Begriff Singularität (lat. singularis: einzeln, einzigartig) bezeichnet in der Meteorologie sogenannte Witterungsregelfälle. Das sind Wetterlagen, die zu bestimmten Zeitabschnitten im Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten. Die Ursache dieser Regelmäßigkeit liegt im zyklischen Verlauf des Sonnenstandes, in – auch damit verbundenen – Temperaturänderungen und wiederkehrenden Strömungen (Großwetterlage), die auch im langjährigen Durchschnitt nicht verschwinden. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass das Eintreffen der Singularitäten zu einem bestimmten Stichtag oder Zeitraum auch sehr von Zufällen abhängig ist; außerdem treten diese Ereignisse meist nicht einmal in zwei Dritteln aller beobachteten Jahre auf.

Bekannte Singularitäten in Mitteleuropa sind zum Beispiel der Märzwinter, die Eisheiligen, die Schafskälte, der Altweibersommer, die Hundstage, der Martini-Sommer und das Weihnachtstauwetter.

Der Begriff „Singularität“ wurde von August Schmauss in den 1920er Jahren eingeführt, seitdem nannte man die Erforschung dieser Regelmäßigkeiten im Jahresgang der Witterung „Singularitätenforschung“. Ihren Höhepunkt hatte die Singularitätenforschung bis in die 1940er Jahre. Ziel war es, eine Wettervorhersage aufgrund dieser wiederkehrenden Ereignisse zu ermöglichen, was jedoch aufgegeben werden musste. In den 1950er Jahren wurde dann die Singularitätenforschung von Franz Baur zur Erforschung der Großwetterlagen weiterentwickelt. [Quelle: Wikipedia]

So ist das also! Die letzten Tage war es auch wirklich genial schön! Es wird zwar nächtens schon ganz schön kühl, unter 10°, gestern bin ich um 8:00 mit dem Fahrrad und kurzen Hosen zum Bäcker gestrampelt und da hat es mich tatsächlich schon an den Beinen gefroren, aber bis 9:00 hatten wir dann schon fast 20° und nachmittags durchaus über 30!

Grad macht die Singularität allerdings Spiriferenzchen. Es hat sich ein Gewitter zusammengebraut und es giesst wie aus Eimern, Pech auf der einen Seite, gut so auf der anderen. Meine Wiese im Garten versteppte schon wieder in den letzten Wochen, also ist Regen wirklich bitter nötig! Auf der anderen Seite hattte ich heute wieder ein Lagerfeuer angeschürt, das aber wegen des heftigen Windes, der dem Gewitter voranging und dem entsprechenden Funkenflug leider ab- bzw. ausgeblasen werden musste. In realiter mit der Giesskanne gelöscht.

Dabei war das heute so genial, da bei den Nachbarn hinter der Mauer schon wieder eine lautstarke Fete angesagt war, und ich beschlossen hatte, verdammt nochmal, ich mach das jetzt auch, „das  Imperium schlägt zurück!“ Den ganzen Nachmittag über hatte mich schon deren ohne Unterbrechung hysterisch kreischendes Kleinkind so genervt, dass ich vom Garten in die Küche ausweichen musste. Was ist bloß mit diesem Baby los, das ist ja nicht normal, es tönt seit Wochen wie eine angestochene Sau, kriegt das Zähne oder was? Meine Nerven!

In der Küche wurde abgesehen davon in den letzten zwei Tagen folgendes produziert: Blumenkohlsuppe, Zwiebel- und Champignon-Pakoras, Gurken-Mint-Lassi, Mango-Orangen-Sorbet, Pflaumenkuchen (was sonst?), Obatzder, die Rezepte und Fotos dazu kommen noch beizeiten. Im Garten wurden zwei wunderschöne Kränze mit Hopfenzapfen und Hagenbutten gebastelt, auch dazu noch mehr.

Nun, nachdem ich die sich anbahnende Fete an der lautstarken Musik aus der Garage, aus dem Auto (auch eine Möglichkeit, Lärm zu machen) registriert hatte, habe ich kurzerhand beschlossen, Holz zu holen und ein Gegenfeuer zu entfachen. Als ich mit dem vollen Beutel zurückkam, standen zwei leere, also auf Befüllung wartende Marmeladengläschen vor der Tür, und das kann im Prinzip nur von Moni kommen. Da ich nur maximal 30 Minuten weg war, habe ich ihr Handy angerufen, M&M haben flugs mit dem Auto gewendet, ich bin inzwischen Bier holen gegangen, „und schon war die Party im Gange“ ums mal mit Achim Reichel auszudrücken, „grins“.

Dann kam aber leider dieser ziemlich heftige Wind auf, was einem den Spass mit dem kleinen Lagerfeuer flugs verderben kann. Wir haben zwei Stunden lang ausgeharrt, aber dann war endgültig Schluss mit lustig. Die beiden sind nach Hause, ich hab alles, was nicht Niet- und Nagel- und Regenfest ist, nach innen geholt, aber schön wars trotzdem!

Moni kommt morgen zum Pflaumenkuchen essen und hinterher wollen wir nochmal einen Beutezug unternehmen. Allgemein einstimmige Feststellung: Das Leben könnte so schön sein, wenn man nur in Ruhe gelassen würde!

Und da gab es mal, in den späten 70ern ein so genial schönes Lied, das leider heutzutage nicht mehr auffindbar ist, ausser einer unsäglichen YT Aufnahme, homemade offenbar, nun zumindest den Text gibt es noch:

Power
Just give me the warm power of the sun
Give me the steady flow of a waterfall
Give me the spirit of  living things as they return to clay.
Just give me the restless power of the wind
Give me the comforting glow of a wood fire…

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Schwalbenschwanz

Meine Raupen sind verschwunden! Zumindest drei von vieren. Aber wohin nur? Verpuppen die sich woanders, nicht am Fenchelstrauch? Heute Nacht war es reltiv kalt, unter 10°, vielleicht ist das eine Art Auslöser? Oder geht es einfach nur darum, wie fett sie sind? Diejenige, die noch da ist, war jedenfalls die kleinste der vier, falls sie nicht ganz rasant ihre Positionen getauscht haben. Ich habe gedacht, ich tu sie in ein Einweckglas, dass sie mir nicht auch noch stiften geht, aber das ist wohl keine so gute Idee, ich setze sie lieber wieder aus. Hier habe ich äusserst interessante Infos gefunden, vielmehr als auf Wikipedia!

http://www.schwalbenschwanz.ch/

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Ich geniesse den Garten

Ich habe tatsächlich vier (!) von den schönen Raupen in meinem Fenchel. Die Tarnung ist wirklich perfekt, man muss schon genau gucken, um sie zu entdecken. Und sie werden jeden Tag dicker, Raupen sind wahre Fressmaschinen! Ich bin so gespannt, ob ich es irgendwie mitbekomme, wenn – und wo! – sie sich verpuppen!

Wiki sagt zu dem Thema folgendes: Schwalbenschwanz

Und sonst? Gestern habe ich nochmal Pflaumenmus gemacht und einen wunderbaren Zwetschgenkuchen gebacken. Nachmittag war Nachbarin Helga zum Kaffeetrinken da und wir hatten ein sehr interressantes und angeregtes Gespräch. Und ganz frischen, fast noch lauwarmenKuchen mit Sahne, ich liebe es!

Heute habe ich erst mal die Küche wieder aufgeräumt und sauber gemacht, einen leckeren Kartoffelsalat zubereitet, dann war ich im Wald oben, Holz klauen und habe damit den Grill angeschürt und ein paar Bratwürstchen draufgelegt. Danach in Ruhe das neue GEO gelesen und schon wars wieder Abend. Sehr schön, so ein Tag auf Terrassien.

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Igel Besuch

Ich habe wieder stachligen Besuch im Garten! Heute war es sogar noch ziemlich hell, als Mr. Mac aufgetaucht ist. Ich finde die Kerlchen so absolut niedlich. Er hat sich recht ungeniert über das Katzenfutter her gemacht, das Boots übriggelassen hat. Süß, oder?

Igel am Futternapf

Ansonsten habe ich heute endlich meinen Komposthaufen „aufgemacht“. Hab mir beim Sigi eine Mistgabel geborgt und los gings. War jedoch garkeine so große Schweinerei wie befürchtet, es war ja trocken und heiss dieletzten Tage. Die oberen 20 cm noch „unverdautes“ Zeug habe ich in die Biotonne verfrachtet, und darunter kam bereits wunderbare krümelige Erde zum Vorschein! Hatte ja auch 4 Jahre Zeit zum reifen! Was da alles an Viechzeug rumgewuselt ist, wahnsinn! Die Erde lebt…

Die Hälfte ungefähr habe ich in große Kübel verfrachtet, man muss das natürlich noch sieben. Den Rest kann sich Sigi für den eigenen Garten holen. Ich kann soviel gar nicht verwenden.

Und am nächsten Regentag muss ich unbedingt nochmal was mit dem Rechner machen, der steigt jetzt echt schon aus, wenn ich nur ein Bild im Photoshop bearbeiten will, das nervt ohne Ende! Ich hätte soviele Fotos zum einstellen, aber so gehts einfach nicht.

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Es hat etwas gedauert, aber nun habe ich endlich eine Verwendung für die vermaledeiten Maulbeeren gefunden. Da sie praktisch frei von Eigengeschmack sind und unheimlich schlecht zu pflücken, man bekommt sie nicht alle auf einmal, da sie nach und nach reifen, und die meisten zermatschen schon durchs blosse Angucken, wie mir scheint, geht es sowieso immer nur um ein paar Hand voll. Also nix mit Maulbeerwein. Aber die Farbe! Unglaublich! Zuerst einmal habe ich versucht, Eier damit zu färben, das hat aber nicht funktioniert, die Eier haben die Farbe schlecht angenommen und es kam kein Lila sondern ein schmutziges Grau-Blau dabei heraus. Eine Bananenmilch mit 5 Maulbeeren habe ich fabriziert, hm, auch nicht der Bringer. Rosa halt.

Die ersten unreifen Äpfel fallen bereits vom Baum – nicht wurmig in diesem Jahr! – und ich habe mich gestern daran erinnert, dass man aus diesen angeblich wunderbar Gelee kochen kann, sie sollen soviel Pektin enthalten, dass es von allein geliert, also mit ganz normalem Zucker. Ok. die tolle Küchenmaschine ist sowieso viel zu selten in Betrieb, beziehungsweise eigentlich nur der Mixer. Ich musste erst mal wieder die Bedienungsanleitung suchen und zu Rate ziehen, das sind ganz schön viele Bauteile…

Die Äpfel habe ich nur von Stil und Blüte befreit und mit Schale und Kernhaus geviertelt durchgepresst, das geht flott. Und eine Hand voll Maulbeeren dazu, klasse, die Farbe! Der erste Versuch aber ging erst mal etwas daneben, ich habe halb Gelierzucker und halb normalen verwendet, zu wenig wahrscheinlich, und keine Gelierprobe gemacht. Es wurde leider nicht fest. Apfelsaft? Schmecken tut es jedenfalls phantastisch!

Zweiter Versuch heute, mit 2:1 Gelierzucker, und das hat geklappt! Also werde ich demnächst bei den Nachbar das Fallobst aufsammeln und sie dann mit Apfelgelee beglücken.

Apropos Nachbarn: Sigi und Margit sind eine Woche in Urlaub gefahren und ich teile mir mit ein paar anderen Leuten das Garten giessen. Übers Wochenende hat es noch viel geregnet, aber heute vormittag wars dann soweit. Der Kater Rolli fühlt sich wohl sehr einsam, verständlich. Ich habe ihm etwas Futter mitgebracht und mich ein bisschen mit ihm unterhalten, er ist mir auf Schritt und Tritt gefolgt, während ich reihum gegossen habe. Der arme Kerl! Ich habe beschlossen ihm noch etwas länger Gesellschaft zu leisten und habe gleich noch die ganzen Blumentöpfe mit Geranien und Petunien von den abgeblühten Stängeln befreit. Das machen wir morgen wieder. Ein grosser Zucchino ist auch reif, den werde ich mir unter den Nagel reissen und ihn mit Hackfleisch und Schafskäse füllen. Aber zurück zum Gelee.

Rosa Apfelgelee

1 Liter frisch gepresster Apfelsaft aus unreifen Äpfeln
(eine Handvoll Maulbeeren mitgepresst)
500 g Gelierzucker 2:1
1 Stange Zimt
1 Stange Vanille

Den Zucker im Saft auflösen und für 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Zimt- und Vanillestange mitkochen und dann wieder herausnehmen. Gelierprobe geht so: einen kleinen Teller oder eine tasse kurz ins Gefrierfach stellen, dann von dem Gelee einen Teelöffel voll daraufgeben, wenn es fest wird ist es ok. In heiss ausgespülte Gläser mit Schraubverschluss füllen, fertig!

Die Fotos folgen noch, der Rechner treibt mich mit seiner Langsamkeit grad mal wieder zur Verzweiflung! Und die Mücken auch, es ist in diesem Jahr extrem schlimm!

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Ich habe heute wieder an eine Geschichte von Elke Heidenreich, die ich im übrigen seit langer Zeit sehr bewundere, gedacht. Diese Geschichte habe ich vermutlich in der „Brigitte“ gelesen, viele Jahre, bevor ich einen eigenen Garten hatte. Da haben wir es schon: Google findet alles!

Als wir vor mehr als zehn Jahren das alte Haus mit dem alten Garten kauften, war Winter. Große Bäume standen im hinteren Teil, was der vordere bringen würde, wussten wir nicht. Aber wir machten Pläne: Weiß-blau sollte unser Garten blühen, nur weiß und blau, ja nichts Rotes, ja nichts Gelbes, bloß nicht knallig, wir wollten es geschmackvoll, allenfalls würde eine blassrosa Shakespeare-Rose geduldet…

Gefunden hier: Eine Liebeserklärung von Elke Heidenreich

Bei mir ist es nun genau umgekehrt, ich mag am liebsten Rot, Gelb, Orange, die warmen sonnigen Farben. Und was habe ich im Moment?

VorgartenRosafarbene und weisse Stockrosen (die eigentlich dunkelrot werden sollten!), hellblaue Glockenblumen, Margariten,  Tränendes Herz, Akeleien (letztere drei inzwischen abgeblüht) rosa Wicken, rosa Röschen im Vorgarten, dazu Lavendel, eine zugegeben sehr schöne  Hortensie, bald blüht der Hibiskus und die Prunkwinden fangen auch schon an, in die Höhe zu streben.
Nicht zu vergessen die Duftpelargonien, die Minzen, der gesamte Kräutergarten eigentlich, Thymian, Rosmarin, Melisse, Schnittlauch, Zwiebelzeugs, Oregano, Salbei usw., die auch alle in diese Farbrichtung tendieren.

Also gut! Auf meinem Sandhaufen mit Bauschutt drunter und Ameisenhaufen überall, muss ich nehmen, was ich kriegen kann. Wenn sich hier was festwächst, ist es herzlich willkommen, die meisten „normalen“ Pflanzen halten sich nicht recht gut und verabschieden sich nach einem Jahr wieder. Also hab ich mir heute auch noch eine blaue Hortensie gekauft, wunderschön natürlich, und eben passend zum Rest. Trotzig wie ich nun mal bin, habe ich aber doch noch eine Menge Kapuzinerkresse und Ringelblumen ausgesäht, mal sehen, wie das dann ins Gesamtbild passt… In einem Bauerngarten geht das, da ist alles erlaubt!

Geruchstechnisch ist das auch so eine Sache. Ich hätte so gern noch viel mehr Platz und vor allem ein Gewächshaus oder einen Wintergarten, um die empfindlicheren Pflanzen unterbringen zu können. Man könnte einen richtigen  „Aromagarten“ aufbauen. Ich hatte schon eine Sammlung von 6 verschiedenen Dufties (Pelargonien) , die ich leider alle letzten Winter eingebüsst habe bis auf eine. Die gewöhnlichste natürlich. Vor allem die mit Apfelgeruch war phantastisch, die hatten sie nicht einmal in der Sammlung im Botanischen Garten!  Minzen könnte man auch sammeln, es gibt so viele interessante Züchtungen!

Es gibt aber auch Pflanzen, die ich garnicht nicht riechen kann. Ich hasse zum Beispiel den Geruch von Zitronenmelisse und die breitet sich hier aus wie nichts. Säht sich selbst aus an den unmöglichsten Stellen und mir wird schon fast schlecht, wenn ich das Zeug ausreissen muss.. Wahrscheinlich kommt das mit der Geruchsphobie daher, dass man von der Oma immer Klosterfrau Melissengeist eingeflösst bekommen hat, wenn einem eh schon kotzübel war. Das gleiche Problem habe ich mit Kamille, bäh, fürchterlich! Ich kann alles trinken, aber keinen Kamillentee.  Der schmeckt einfach nach „krank“, nach Bauchweh, Durchfall und Übelkeit.

Kehren wir zurück zu den angenehmen Düften: Was ich sehr mag, ist nicht nur die Farbe sondern auch der Duft den Ringelblumen samt ihrer Blätter haben. Ich hoffe, ich bekomme noch viele, obwohl die Aussaaat natürlich sehr spät stattgefunden hat. Von den Lantana-Hochstämmchen hat auch eines überlebt, aber nur knapp, es zeigen sich gerade erst wieder die ersten Blättchen, das gibt hoffentlich auch noch ein paar orange Farbtupfer auf der Terasse. Die Topinamburen sind ja auch noch da.

Wir werden  das schon hinkriegen, dass ich wenigstens ein paar meiner bevorzugten Pflänzlein noch einmal sehen kann, in diesem mir jetzt noch verbleibenden letzten Jahr im Garten. Noch ein Sommer, ein Herbst und ein Frühling… Geniessen wir es also!

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