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Posts Tagged ‘Gartenarbeit’

Gartenarbeit macht froh!

Hmpf, die Fingernägel sind beim Teufel, ich bin zerkratzt an Händen und Armen, ziemlich groggy, aber glücklich! Heute habe ich mich mal wieder so richtig ausgetobt! Hab den Zierröschen im Vorgarten (die so bösartige Dornen haben) einen Radikalschnitt verpasst, dem Lavendel gleich dazu, und den Hibiskusstrauch hab ich auch fast fertig. Der Garten hinten ist auch soweit „frühlingsfit“, ich habe jede regenfreie Stunde genutzt um draußen zu werkeln. Nur die vielen Blumenzwiebeln hab ich immer noch nicht gesteckt, aber zumindest Platz dafür geschaffen. Morgen, denke ich, sollte es soweit sein.

Nachdem ich letzte Woche stundenlang den Schnitt vom Apfelbaum zerkleinert habe – da tun einem nachher echt die Hände weh – und die ganze Biotonne damit gefüllt habe (das Holz ist nichts für den Komposthaufen, der im übrigen randvoll ist) liegt nun schon wieder ein Riesenhaufen Gestrüpp auf dem „Parkplatz“. Siggi hat mir heute Instruktionen gegeben, wie weit ich die Büsche runterschneiden soll, und gemeint, er holt das Zeug mal mit dem Traktor weg, wenn es die frühjährliche Baumschnitt-Abfallaktion gibt, denn dann bin ich nicht da. Nett von ihm!

Vor lauter Arbeitswut hab ich ganz vergessen, „Vorher-Nachher“-Fotos zu machen. Aber ich mache dann März-Juni Fotos. Das wird interessant, wie das aussieht, wenn ich wiederkomme. In der Zeit des intensiven Wachstums war ich ja noch nie weg.

Morgen soll mal wieder die Sonne scheinen. Das wäre schön! Dann kommt noch der Maulbeerbaum dran, die Buchshecke, und dann bin ich eigentlich rum. Überall sprießt es, man kann richtig zusehen! Und meine schöne Kletterrose hat den harten Winter auch überlebt, ich hatte schon befürchtet, dass sie erfroren wäre, aber es zeigen sich erste winzige neue Knospen. „That’s Jazz“, ein guter Name! Sie ist nun im dritten Jahr und bereits 1,50 m hoch.

Ansonsten bin ich langsam aber sicher mit Reisevorbereitungen beschäftigt. Nicht mehr lange, dann gehts los!

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Gartenarbeit

Endlich! Ich habe heute sieben (!) Stunden im Garten gewerkelt, und jetzt bin ich glücklich und kaputt. Das gibt nen feinen Muskelkater, aber es ist einfach schön, wieder draussen zu sein. Warum eigentlich bin ich nicht Gärtnerin geworden?
Meinen Apfelbaum hab ich radikal zugeschnitten, das war ein hartes Stück Arbeit, hat bestimmt eine Stunde gedauert. Das Erdbeerbeet ist vom Laub befreit und die ganze Mauer entlang hab ich auch alles an alten Blättern entfernt, und überall gucken Spitzen von Blumen raus. Ich bin so gespannt, was da wieder alles zum Vorschein kommt!

Bevor ich fliege, muss alles noch in Ordnung gebracht werden, denn in der Zeit, in der ich weg bin, wird das regelrecht explodieren. Wenn ich wieder komme, ist Sommer. Mir ist das heute eigentlich erst so richtig klar geworden, dass dieser Sommer der genialste überhaupt wird, seit ich hier draussen wohne, denn ich bin ja zu Hause! Da kann ich den Garten so richtig auskosten, zum ersten und wohl auch letzten Mal.

Die Katze hat sich auch ausgetobt, der gefällt das ungemein, wenn ich mit ihr draussen bin.

Grad war ich noch bei den Nachbarn, Bier holen, und etwas ratschen und die Margit hat gemeint, ich könnte bei ihr gleich weitermachen. Das ist überhaupt die Idee, bei denen und auch bei der Bärbel mal ein bisschen in deren Gärten rumzustöbern, da kann man sicher ein paar Pflänzchen tauschen. Doch, das wird bestimmt ein Supersommer!

Ich hab einen neuen Ohrwurm entdeckt, das Lied ist einfach klasse!  „Gute Laune Musik“,  so richtig schön zum Rumhopsen! Enjoy!

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Kopfüber ins Blumenbeet

oder: Collateral damage

Es wird schon wieder richtig lustig, das Landleben!

Ich meine, ich renne allein durch Urwald und Großstadtsumpf in Malaysia, flieg mit Turbopropmaschinen, fahre nicht nur mit Longtailbooten übers Meer, sondern auch mit dem Nachtbus durch Nord-Sumatra nach Banda Aceh, wo die Leute mit der Kalaschnikow durch den Bus rennen, und alles ist ok.

Aber gestern wollte ich im heimischen Garten ein bisschen Frühlingsluft schnappen und etwas Ordnung machen.

Außer dass mich diese ekelhaften, kleinen Zierröschen beim Ausschneiden wieder derartig fies zerkratzt haben, wars eigentlich schön. Traumhaftes Wetter, die Katze selig, dass Sie der Gefangenschaft entronnen ist, ich wollte schon fast wieder befriedigt über mein Gewerkel, ins Haus gehen, da fiel mir der Hahn ins Auge, bzw. mein „Willkommen“-Schild aus Holz, das da im Beet im Vorgarten steckt. Stecken sollte, es war umgefallen.

Ich knie mich also auf die Umfassung aus Sandstein, will das Schild schnell mit beiden Händen in den Boden rammen – Hammer aus dem Keller holen wär ja zu aufwändig – stütze mich also mit aller Kraft auf das Ding, und das bricht unter mir weg, weil morsch. Ich mit Karacho vorwärts, mit dem Unterarm an der Sandsteinmauer entlang und weil ich mich nicht ganz abfangen konnte, mit dem Wangenknochen auf derselben aufgeschlagen. UMPF!

Natürlich hab ich mir erstmal reflexartig mit meiner erdigen Hand ins Gesicht gefasst, Blut! Na klasse. Rein ins Bad und den Schaden in Augenschein genommen. Puh, das ist ja ne ganz schön fette Schürfwunde, der komplette Unterarm sowieso aufgeschrammt. Auswaschen. Autsch! Desinfektionsmittel wäre auch nicht schlecht. Aber da hatte ich grad nix da. Außer, fiel mir ein, vor einigen Jahren hatte ich mir mal so eine blaue (Not-)Lösung im Urlaub gekauft.  Losyen Biru. Also her damit.

Auf dem Beipackzettel steht: Antiseptic for cuts, burns, wounds and boils. Apply liberally to the affected areas as often as needed.

Sinngemäß übersetzt: für Wunden aller Art, großzügig auf die betroffenen Hautflächen auftragen. AAUUTSCH!

So, und nun kommts: das war keine Jodlösung, die hätte ja auch braun sein müssen, das war interessanterweise eine Lösung von Kristall-Violett. Das hat man auch gesehen. Alles lila, Hand, Wange, Unterarm, Waschbecken…. und geht nicht mehr ab von der Haut.

Ganz klasse. Was haben wir mit dem Zeug damals im Labor gemacht? Zellen angefärbt und solche Sachen. Gramfärbung. Ich kann mich schwach erinnern. Außerdem hab ich sowas mal ins Aquarium von meinem Studi-Kollegen gegossen, um die Fische von Hautpilz zu befreien….

Nun sieht das ganze echt gefährlich aus. Mein Cheffe ist echt erschrocken, wie er mich heute früh gesehen hat. Ich hoffe, ich hab mich nicht dauerhaft tätowiert mit dem Zeug. Wäre der Fasching nicht schon vorbei, hätte ich mir noch ein paar grüne Striche dazugemalt und ne Feder ins Haar gesteckt.

Und die Moral von der Geschicht: benutze adäquates Werkzeug und pfusche nicht mit Chemikalien rum. Schon garnicht im Gesicht.

Ich war heute in der Apotheke und hab mir ne Wundsalbe geholt, und dazu ein brauchbares Desinfektionsspray, für den kommenden Sommer im Garten. Das Lila geht wohl nach ein paar Wochen mit dem Schorf  wieder weg, wurde mir versichert. Und es tut auch garnicht weh, ein Indianer kennt keinen Schmerz. How!

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