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Archive for 21. Juli 2009

Es hat etwas gedauert, aber nun habe ich endlich eine Verwendung für die vermaledeiten Maulbeeren gefunden. Da sie praktisch frei von Eigengeschmack sind und unheimlich schlecht zu pflücken, man bekommt sie nicht alle auf einmal, da sie nach und nach reifen, und die meisten zermatschen schon durchs blosse Angucken, wie mir scheint, geht es sowieso immer nur um ein paar Hand voll. Also nix mit Maulbeerwein. Aber die Farbe! Unglaublich! Zuerst einmal habe ich versucht, Eier damit zu färben, das hat aber nicht funktioniert, die Eier haben die Farbe schlecht angenommen und es kam kein Lila sondern ein schmutziges Grau-Blau dabei heraus. Eine Bananenmilch mit 5 Maulbeeren habe ich fabriziert, hm, auch nicht der Bringer. Rosa halt.

Die ersten unreifen Äpfel fallen bereits vom Baum – nicht wurmig in diesem Jahr! – und ich habe mich gestern daran erinnert, dass man aus diesen angeblich wunderbar Gelee kochen kann, sie sollen soviel Pektin enthalten, dass es von allein geliert, also mit ganz normalem Zucker. Ok. die tolle Küchenmaschine ist sowieso viel zu selten in Betrieb, beziehungsweise eigentlich nur der Mixer. Ich musste erst mal wieder die Bedienungsanleitung suchen und zu Rate ziehen, das sind ganz schön viele Bauteile…

Die Äpfel habe ich nur von Stil und Blüte befreit und mit Schale und Kernhaus geviertelt durchgepresst, das geht flott. Und eine Hand voll Maulbeeren dazu, klasse, die Farbe! Der erste Versuch aber ging erst mal etwas daneben, ich habe halb Gelierzucker und halb normalen verwendet, zu wenig wahrscheinlich, und keine Gelierprobe gemacht. Es wurde leider nicht fest. Apfelsaft? Schmecken tut es jedenfalls phantastisch!

Zweiter Versuch heute, mit 2:1 Gelierzucker, und das hat geklappt! Also werde ich demnächst bei den Nachbar das Fallobst aufsammeln und sie dann mit Apfelgelee beglücken.

Apropos Nachbarn: Sigi und Margit sind eine Woche in Urlaub gefahren und ich teile mir mit ein paar anderen Leuten das Garten giessen. Übers Wochenende hat es noch viel geregnet, aber heute vormittag wars dann soweit. Der Kater Rolli fühlt sich wohl sehr einsam, verständlich. Ich habe ihm etwas Futter mitgebracht und mich ein bisschen mit ihm unterhalten, er ist mir auf Schritt und Tritt gefolgt, während ich reihum gegossen habe. Der arme Kerl! Ich habe beschlossen ihm noch etwas länger Gesellschaft zu leisten und habe gleich noch die ganzen Blumentöpfe mit Geranien und Petunien von den abgeblühten Stängeln befreit. Das machen wir morgen wieder. Ein grosser Zucchino ist auch reif, den werde ich mir unter den Nagel reissen und ihn mit Hackfleisch und Schafskäse füllen. Aber zurück zum Gelee.

Rosa Apfelgelee

1 Liter frisch gepresster Apfelsaft aus unreifen Äpfeln
(eine Handvoll Maulbeeren mitgepresst)
500 g Gelierzucker 2:1
1 Stange Zimt
1 Stange Vanille

Den Zucker im Saft auflösen und für 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Zimt- und Vanillestange mitkochen und dann wieder herausnehmen. Gelierprobe geht so: einen kleinen Teller oder eine tasse kurz ins Gefrierfach stellen, dann von dem Gelee einen Teelöffel voll daraufgeben, wenn es fest wird ist es ok. In heiss ausgespülte Gläser mit Schraubverschluss füllen, fertig!

Die Fotos folgen noch, der Rechner treibt mich mit seiner Langsamkeit grad mal wieder zur Verzweiflung! Und die Mücken auch, es ist in diesem Jahr extrem schlimm!

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