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Archive for 2. März 2009

Die Dinge des Lebens

Etwas angeschickerte Lippenbekenntnisse. Heute war ich mit meinem alten Freund K. mal wieder ein Bierchen trinken. Schön! Ich bin so froh, dass wir uns wieder vertragen. Das war so ein Unsinn, dieser Streit, dieses „Eingeschnappt sein“, wie immer man das bezeichnen will. Beiderseits. Mein Gott, da kennt man sich seit über 10 Jahren, und dann dieser Krampf. Geboren aus zuviel Ehrgeiz, Karrieregeilheit, Geltungssucht, Eingebildetheit, Überheblichkeit, Rechthaberei, das allerdings meinerseits, wohlbemerkt. Ich weiss auch nicht so ganz, was damals alles in mir vorgegangen ist. Ist das jemals das gewesen, was ich wirklich wollte? Eine Karriere, hart erkämpft und die Position nie ohne andauerndes Kämpfen haltbar?

Nein, das wollte ich eigentlich nie. Aber man gerät oftmals in so eine  Maschinerie rein, bevor man überhaupt richtig realisiert, was da abläuft. Das sind dann die Teufelkreise, aus denen man nicht mehr so leicht rauskommt. In meinem Fall: Erst mal diesen Traumjob ergattert zu haben war ja schon was. Die Anerkennung der (ja welcher?) Leute ging mir erst mal runter wie Öl. Der Alltag hat sich dann so gestaltet, dass man den ganzen Tag auf dem Hintern im Büro hockt und abends zu kaputt ist, um noch irgendwas relavantes zu unternehmen. Ich bin – wie ich es mal so schön ausgedrückt habe – ein „Barfuß- und Draussen-Mensch“. Das Wetter hierzulande lässt degleichen nicht allzuoft zu.

Weil ich ja nun genug Geld verdiente (genug Geld heisst für mich 1500 Netto, mehr wars nämlich nicht) , konnte ich mir das Häuschen auf dem Land mieten, mit Garten, und die Katze war seelig, der Wohnung entfleucht zu sein, und ich auch, am Anfang zumindest. Aber das ganze Geldverdienen und an der Karriere basteln hatte nun leider die Konsequenz, dass ich meinen Garten nur am Wochenende gesehen hab. Man begibt sich ja in eine absolute Abhängigkeit. Ohne den Job kein Häuschen, kein Garten, aber mit dem Job eigentlich viel zu wenig Zeit, das wirklich zu geniessen. Das klassische Dilemma: du hast zwei Möglichkeiten, und beide sind unmöglich. Man hat entweder Zeit oder Geld, aber selten beides zusammen.

Also was versucht man alles. Teleworking! An und für sich gut, klappt aber nicht, wenn man doch ständig anwesend sein muss. Kleine Beförderung, um mehr Geld zu bekommen, um damit dann die Arbeitszeit reduzieren zu können, also auf dem gleichen finanziellen Stand, aber weniger Stunden, was aber mitnichten heisst, weniger Arbeit. Also die selbe Arbeit mit 5 Wochenstunden weniger, in der Realität, das bedeutet, dass man noch kaputter nach Hause kommt und wieder nichts vom Landleben hat, bis aufs Wochenende. Und dann die Phase, in der ich Sonntagnacht nicht mehr schlafen konnte, weil es mir schon gegraust hat, vor dem, was am Montag wieder alles an Katastrophen auf mich zukommen würde. Mein Job war anfangs wirklich genial, aber im Nachhinein hat sich erwiesen, dass er mehr Tretminen enthielt als Kambodja nach dem Krieg. Ich weiss, das klingt jetzt etwas übertrieben. Ich bin zumindest in einige so unbedarft reingelatscht, dass es im Nachhinein geradezu lächerlich ist, dass ich nichts, aber auch garnichts gewittert habe.

Und so langsam aber sicher erinnere ich mich, nicht nur, an das was ich eigentlich will, sondern an den Menschen, der ich mal war. In meinen nicht zu missenden Studienjahren (auch wenn meine Eltern immer gemeint haben, das dauert zu lange) war es so ein geflügeltes Wort: „Wenn man sie nicht sieht, hört man sie lachen“. Ist das nicht grandios?  Das möchte ich gern wieder haben, das man mich mit Lachen identifiziert.

In den letzten 10 Jahren hatte ich eher das Attrtibut der „wandelnden Gewitterwolke“.  Ich bin garnicht so. Ich möchte am liebsten einfach nur in Ruhe und Frieden leben, ganz einfach, in der Natur vor allem, die Vögel hören, die Pflanzen sehen, das alles beobachten und eins sein, mit mir und mit meiner Umgebung. So, wie ich das in den letzten Jahren angepackt habe, wars ein Fehlgriff ohne Ende.

Ok. das war jetzt offen und ehrlich, ich kann das morgen immer noch revidieren, wenn ich den Eindruck habe, das war zu „intim“.

Dazu aber jetzt noch ein Musik-Videos, das ganz gut dazu passt, textlich. Die Claudia. Irgendwie gut und doch so eine leichte Antipathie bei mir auslösend, weil es mal wieder so typisch bayerisch ist. Die Sprache, die ungelenke Bewegung, ich weiss auch nicht, man fühlt sich als Bayer von der restlichen Welt immer irgendwie als Trampel eingestuft. Aber bayerisch ist nun mal meine Muttersprache (und ich gäbe weiss Gott was dafür, wäre ich in einer Gegend geboren, in der man Hochdeutsch spricht) und daher finde ich es auch wieder ganz cool, dass sie damit so einen Erfolg hat.

Fliang ist das eine, dass ich irgendwann wieder fliegen werde war klar, aber das ist auch so schön vom Text her.  So fühle ich mich in Malaysia. Man kommt an einen Ort, der was ganz besonderes hat. Und das andere,dasich jetzt doxch wieder rausgenommen habe,  ja nun, ihr könnt es sicher irgendwo finden,  „I wou dass du woast! Ich will dass du weisst“ da gibt es einen Satz, da gehts um eine feige Sau. Das zumindest möchte ich meinem ehemaligen Chef noch mit dreifachem Durchschlag bestätigen. shit, das darf ich ja nicht, vorsicht!  Beamtenbeleidigung!

Also,Fliang zumindest!

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