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Archive for 24. Februar 2009

Der Pawlowsche Hund

Ich komme mir langsam vor wie der berühmte Pawlowsche Hund. Allerdings läuft mir nicht das Wasser im Munde zusammen, sondern mir kommt die Galle hoch. Typischer Fall von negativer Konditionierung. Sobald das gelbe Auto vorbeiflitzt und der Postkasten klappert, löst das inzwischen nicht mehr frohe Erwartungen aus, sondern Ärger und den Gedanken: „Was kommt denn jetzt schon wieder…?“

Früher gabs einmal die Woche eine Zeitschrift und einmal im Monat das „GEO“, das war normalerweise alles. Vielleicht noch zwei Ansichtskarten pro Jahr. In den letzten 3 Monaten habe ich mehr Post bekommen als in den ganzen 4 Jahren, seit ich im Häuschen wohne. Und diese Briefe waren alles andere, als ein Grund zur Freude. Rechtsanwalt, Firma, Arbeitsamt als Absender. Wenn man sich vorstellt, was schon ein so „harmloser Fall“ wie ich für einen Papierkrieg auslöst, wie sieht das erst bei den großen Fischen aus?

Heute kam mein Arbeitszeugnis, bzw. die Karikatur eines Zeugnisses. Das ist schon wieder so eine Frechheit, ich glaubs einfach nicht. Das muss jemand verfasst haben, der noch nicht mal meine Akte gesichtet hat. Oder soll das ein Faschingsscherz sein?  Nun gut, machen wir uns halt mal an die Arbeit. Aber das hat Zeit. Der Anwalt ist im Urlaub, und erst nächste Woche wieder da. Inzwischen kann ich mir was überlegen.

Und ich höre jetzt sofort auf, mich zu ärgern, das ändert schließlich nichts. Ein Magengeschwür brauch ich nicht auch noch. Trotzdem grrr. Wieso machen die das? Was haben die davon? Ich verstehs einfach nicht. Denken die, ich kann nicht lesen, oder ich bin voll verblödet und weiss nicht, wie ein ordentliches Arbeitszeugnis auszusehen hat? Wahrscheinlich. Ok. Schluss jetzt!

P.S.  Ein passender Spruch:

Wenn man beginnt, seinem Paßfoto ähnlich zu sehen,
sollte man in den Urlaub fahren.

Da hat er mal wieder recht, der Ephraim Kishon.

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