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Archive for 2. August 2008

Endlich gibts hier auch mal richtig gute Mangos zu kaufen, reif, süß, saftig, ohne faulige Stellen und ohne übermäßige Fasern um den Kern rum. So soll es sein.

Ich habe mich also an ein Mango-Chutney gewagt, eins im Sinne von den sinnlichen Rezepten, wie man sie in dem besagten Buch „Koriandergrün und Safranrot“ findet.

Oki, nicht ganz simpel, aber das Ergebnis schmeckt einfach göttlich! Und höllisch scharf!

Zutaten

500 g Mango Fruchtfleisch
1/2 TL Salz
3 rote getrocknete Chillieschoten
2 TL schwarze Pfefferkörner
2 TL schwarze Senfsamen
Saft 1 großen Limette
1 Daumen großes Stück frischen Ingwer 
2 EL brauner Zucker
2 EL Orangen- oder Apfelessig
1 kleine grüne Biozitrone
oder Limone oder 3 Limequats
1 EL Röstzwiebeln
1 EL geröstete Kokosflocken

Zubereitung

Die Mango schälen und vom Kern schneiden, würfeln, leicht salzen. Inzwischen in einer Pfanne trocken die Senf- und Pfefferkörner sowie die fein zerkleinerten Chillieschoten anrösten. Mit Vorsicht, damit nichts anbrennt, und solange bis die Senfkörner anfangen zu springen und sich intensiver Duft entwickelt. Mit dem Saft der Limette ablöschen. Die Mangostücke dazugeben, dazu den Zucker und den Essig. Bei Bedarf etwas Wasser. Das ganze leicht köcheln lassen. Den Ingwer schälen und in sehr feine Scheibchen schneiden. Die Limone ungeschält ebenfalls in feine Scheibchen schneiden. Alles zusammen weiterköcheln lassen, bis die Mango weich ist.

Der Clou am Schluß: Ich habe eine Mischung von gerösteten Zwiebeln und Kokosflocken stets vorrätig, weil ich das ab und zu für Indonesiche Gerichte brauche. Die Mischung ist völlig simpel herzustellen. Kokosflocken ohne Fett in der Pfanne vorsichtig unter Rühren anrösten, bis sie anfangen zu bräunen. Die gleiche Menge fertige Röstzwiebeln nach Dänischer Art zugeben und gut vermischen. Nach dem Abkühlen in ein Luftdichtes Gefäß füllen, das hält sich ein paar Monate.

Man kann natürlich die beiden Zutaten auch einzeln hinzugeben. Gut verrühren, und das fertige Chutney heiss in ausgekochte Marmeladengläser mit Schraubverschluss füllen. Angebrochene Gläser im Kühlschrank aufbewaren.

Falls man gerade der Mango-Manie verfallen ist, hier noch zwei feine und diesmal sehr simpel zuzubereitende Leckereien. Mango-Lassi ist ein ausgesprochen beliebtes und populäres Joghurtgetränk, herrlich erfrischend und fruchtig. Mango-Malai ist eine Nachspeise und überaus lecker. Im Original wird sie mit Schlagsahne (Malai) zubereitet, wem das dann doch zu üppig ist, dem empfehle ich die genauso sahnig schmeckende Variante mit Sahnequark.

Mango-Lassi

100 g frisches Mangofruchtfleisch grob würfeln und in den Mixer geben. Etwas Limettensaft dazu. Mit Zucker oder Süßstoff süßen. 1 Becher Vollmilchjoghurt dazugeben und alles fein pürieren, mit 1 Joghurtbecher Wasser auffüllen, nochmal durchmixen. Ein Glas mit Eiswürfeln mit dem Lassi auffüllen.

Mango-Malai

200 g frisches Mangofruchtfleisch grob würfeln und in den Mixer geben. Etwas Limettensaft dazu. Mit Zucker oder Süßstoff süßen. Fein pürieren. Mit einer Prise frisch geriebener Muskatnuß und dem feinzerstoßenen Inhalt einer grünen Kardamomkapseln (oder Pulver, ist aber lange nicht so aromatisch) abschmecken. Das Mangopüree unter 200 g Sahnequark heben. In kleine Schalen geben, mit je drei blauen Weintrauben verzieren und kalt servieren. Ein wunderbares Dessert.

In eigener Sache: Seit Oktober 08 gibt es von mir ein eigenes Blog für die Indische Küche: Papadam! Alle Rezepte befinden sich seither dort.

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