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Archive for Mai 2008

Nächtlicher Besuch

Gestern abend, als es draussen schon zu dunkel war, saß ich lesend auf dem Sofa, die Terassentür offen, damit Madame Boots aus- und vor allem eingehen kann. Die Süsse hat sich nämlich angewöhnt, vor der Terassentür zu maunzen und zu heulen, solange, bis ich mich murrend vom Sofa erhebe und ihr die Tür aufmache. Wenns sein muss, im 20-Minuten-Takt. Weil sie einfach zu faul ist, ums halbe Haus rumzulaufen und durch die Katzenklappe in den Keller zu steigen.
Ich hatte, wie immer die Reste von ihrem Abendessen rausgestellt – sie frisst grundsätzlich nie die Schüssel leer – aber irgendeine Nachbarskatze findet sich schon, die das über Nacht wegputzt. Und wenns der Marder ist, ists auch recht.

Also beim Lesen höre ich plötzlich das Schüsselchen draussen klirren. Natürlich hats mich irgendwann doch interessiert, wers denn ist. Ich also raus, aber nichts gesehen. Licht genug war ja, durch die Fenster. Wieder hingesetzt, 5 Minuten später das gleiche Spielchen nochmal. Diesmal sah ich irgendwas rundes, dunkles neben dem Napf.

Das wird doch nicht? Ich hab ganz still gehalten und dann hat sich diese Kugel entpuppt (entrollt) als ein Igel! Gott, die find ich ja so niedlich. Hab schon länger keinen mehr gesehen, der vom letzten Herbst war ja plötzlich verschwunden. Goldig! Ich bin begeistert! Ich denke doch, der haust auch wieder unter der Heckenrose im Vorgarten.  Hat die Schüssel feinsäuberlich ausgeleckt und ist dann um die Ecke verschwunden.

Die Katze saß übrigens einen Meter von ihm entfernt, mit vorgestellten Ohren und Schnurrhaaren, und hat ganz interessiert zugeguckt. Ich gehe davon aus, dass sie schon mal Bekanntschaft mit so einem drolligen Gesellen gemacht hat, und sehr wohl weiss, dass es nicht ratsam ist, den näher zu beschnüffeln oder gar zu bepfoteln.

Sehr schön, dann werde ich mal weiter beobachten, ob er sich öfter blicken lässt, der Mac. Und im besten Fall nicht nur Katzenfutter sondern auch Nacktschnecken frisst. Es lebe der Biogarten.

 Igelbesuch

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Nun gut, ich bin wieder einigermassen versöhnt. Heute wars zwar auch schlimm mit der Beschallung, aber ich fand gleich am Morgen einen Anblick zum Freuen. Klammheimlich über Nacht ist eine meiner Mohnblüten aufgegangen, zum ersten mal, letztes Jahr hat der Mohn noch nicht geblüht.

Mohnblüte

Ist die nicht schön? Ich finde schon immer die Knospen so knuddelig, und auch die Samenstände, die Mohnkapseln sind sehr hübsch. Hat schon was.

Da ich sowieso schon mit der Kamera draussen war, hab ich gleich weiter geguckt und noch ein paar schöne Motive gefunden.

 Mini-Heuschrecke auf Margarite Wassertropfen auf Eukalyptusblatt Weinbergschnecke
Käfer auf Margarite Pusteblume Mohnblumen-Knospe

Kleine Anmerkung am Rande: Für meine Fotos gilt selbstverständlich das Copyright bzw. Urheberrecht. Wenn jemand gerne eins oder mehrere meiner Fotos benutzen will, sollte er sich auf jeden Fall mit mir in Verbindung setzen – vorher. Die Fotos stehen auch in einer druckbaren Auflösung zur Verfügung (3072 x 2304  Pixel bzw. 7.08 MPixels).

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Also jetzt muss ich mal jammern.  SEUFZSTÖHN!

Meine lieben Nachbarn haben sich a) einen jungen Hund gekauft, und b) für ihre Kids ein Trampolin im Garten aufgestellt, ca. 5m von meiner Terasse entfernt. Hrrrr! Wenn dann zwei aufgedehte Kinder mitsamt einem hysterischen Kläffer darin rumtoben, kann man sich die ländliche Idylle an den Hut stecken. Danke, liebe Nachbarn, das habt ihr prima hingekriegt. Stellt doch bitte auch noch das Plantschbecken auf!

Trampolins muss es hier in irgendeinem Baumarkt für fast umsonst gegeben haben. Die Dinger spriessen wie Pilze in den Vorgärten, die zum Teil nur minimal größer sind als die Geräte. Aber heutzutage tut man ja alles für die lieben Kleinen. Meine Oma hätte mir was gepfiffen, als ich klein war, wenn ich ihren schönen Garten mit sowas hätte verschandeln wollen.

Und nochmal seufz, stöhn, denn bei mir wächst heuer nichts so recht, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Gurken sind wirklich der totale Flop. Die sind natürlich voll auf tropische Bedingungen gezüchtet. 
Aber vor zwei Jahren kamen die Okraschoten so gut, da hab ich mir das natürlich von diesen Samen auch erhofft. Also abhaken für die Zukunft. Kleinkleckersdorf ist nicht Malaysia. Das wäre der ultimative Traumjob, dort Gärtner zu sein! In den Camerons wächst ja einfach alles, rund ums Jahr, der Paradiesgarten in realiter.

Blattläuse an RosenknospeDie Schneckenplage habe ich einigermasssen überstanden, nachdem ich wirklich jeden morgen 20 Viecher eingesammelt hab. Dafür gehts jetzt mit den Läusen ab. Ich hab soviele Ameisen, bei dem lockeren Sandboden kein Wunder, die können da herrlich drin bauen. Aber leider neigen sie auch dazu, Blattläuse zu züchten und schaffen grad emsig welche auf meine Rose.

Solange sie nicht Überhand nehmen kann man es mit folgender Methode versuchen: Eine Sprühflasche mit Wasser und wenigen Tropfen Spüli füllen, es soll fast nicht schäumen. Damit regelmäßig die befallenen Pflanzen, meist sind es die Knospen, einsprühen. Das zerstört die Haut und die zarten Atemorgane der Blattläuse. Gegen die Ameisen allerdings hilft es nicht. Da hab ich noch keine glückliche Lösung gefunden ausser käufliche Mittel. Kaffee mögen sie nicht sehr gern, ich giesse alle Reste und den Kaffesatz an die betreffenden Stellen, den Pflanzen macht es nichts, manche mögen das sogar als Dünger, aber die Ameisen kommen natürlich immer wieder. Teesatz streue ich übrigens auch in den Garten. Bei dem fast blanken Sandboden kann alles als Mulch herhalten was geht. Nur mit dem Grasschnitt mulche ich zur Zeit nicht, wegen der vielen Schnecken. Alles nicht so einfach, mit dem Biogarten…

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So, da kommen ja ein paar Zufälle wunderbar miteinander in Zusammenhang.

1. Das Buch „Die Suppe lügt – Die schöne neue Welt des Essens“

Hab ich mir am Sa aus der Grabbelkiste gegriffen. Den Titel kannte ich schon, und auch um was es geht, das Thema beschäftigt einem schließlich. Es war eine vergnügliche bis grausige Abendlektüre – weil es sehr humorig geschrieben ist, wird einem nicht ganz so schlecht.

Grimm, ehemals Spiegel-Redakteur, recherchiert hervorragend, deckt auf und prangert an. Er zeigt, wie wir an der Nase herumgeführt werden und wie mächtig die Lebensmittelkonzerne schon sind. Hierzulande darf sich vieles hinter „Aroma“ verstecken, was seinen Ursprung im Labor hat, sogar „natürlich“ darf es sein, wenn es auch nur irgendwo in der Natur vorkommt (Sägespäne, Klärschlamm…)

In den USA ist die Kennzeichnungspflicht bisweilen besser: Künstliche Aromen müssen als solche auch erwähnt werden, vermeintlich geräucherte Produkte, die nur mit „flüssigem Rauch“ geduscht wurden, müssen einen Hinweis tragen. Das bereits erwähnte Saccharin musste in Amiland übrigens jahrelang folgenden Zusatz haben: „Die Verwendung dieses Produkts kann Ihrer Gesundheit schaden. Dieses Produkt enthält Saccharin, das in Tierversuchen Krebs ausgelöst hat.“

In Zukunft werde ich doch wieder etwas häufiger einen Blick auf den „Beipackzettel“ werfen, sprich auf die Liste der Inhaltsstoffe, und noch mehr von meinem Essen aus naturbelassenen Zutaten selbst zubereiten.

Dass am Erdbeerjoghurt nie auch nur eine Erdbeere vorbeigelaufen ist, weiss heutzutage fast jeder. Was für Igitts in Wurst und Fertiggerichte gemantscht werden, davon liest man ab und zu mal etwas in der Zeitung. Aber wer denkt Böses beim morgendlichen Butterhörnchen? Croissant, Bamberger?
Ich hab mich nur gewundert. Ich hatte wieder mal eins übrig, das lag dann ca. 2 Wochen im Büro und zuhause nochmal doppelt so lange. Ich backe aus alten Weissbrotresten, Baguette, Toast usw. des öfteren einen „Armen Ritter“ oder „Scheiterhaufen“ auch „Brotpudding“ oder „Kirschenplotzer“ genannt.

2. Das Wunder der nichtranzenden Butter mit dem Überaroma

Das eine Butterhörnchen, dass ich verwendet hatte, hat dem ganzen Auflauf (1/2 Weissbrot, 4 Scheiben Toast, 2 Brötchen, 1 Butterhörnchen) ein köstliches Butteraroma verliehen. Und die Frage, warum es eigentlich nicht schon längst ranzig geworden war, also den Weg der Natur gegangen ist, hat sich mir auch erst später gestellt. Irgendwie sind ja auch die legendären Danis Buttercookies unkaputtbar. Während selbstgemachtes Weihnachtsgebäck nach 2 Monaten ungeniessbar wird, weil es eben ranzt.

Ist das etwa garkeine Butter die da verwendet wird? Bäcker müssen ja ihre Inhaltsstoffe überhaupt nicht deklarieren. Essen wir statt Butter in dem Gebäck vielleicht Palmöl aus Indonesien mit Aroma aus Holzminden? Interessante Frage. Heute kam mir grad noch diese Meldung in die Finger:

3. Krank durch Butteraroma ?

Künstlicher Wirkstoff verursacht wohl Lungenkrankheit
Wien (ke). Diacetyl, ein Zusatzstoff künstlicher Butteraromen, hat nachweislich ernste und selbst tödliche Erkrankungen bei Arbeitnehmern verursacht, die diesem Stoff bei der Verarbeitung ausgesetzt waren. Es gibt eindeutige Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Diacetyl und der gefährlichen Lungenerkrankung „Bronchiolitis obliterans“, die heute in den USA allgemein auch als „Popcornarbeiterlunge“ bekannt ist.

Diacetyl ist der Hauptwirkstoff für das typische Butteraroma. Er kommt natürlicherweise in Äpfeln, Bohnen, Butter, Artischocken, schwarzen Johannisbeeren, Heidelbeeren, Blauschimmelkäse und Weizen vor. Bei einigen durch Mikroorganismen gesteuerten Prozessen entsteht es als Nebenprodukt. So können verschiedene Milchsäurebakterien und Hefepilze Diacetyl bilden und es kann als Fehlaroma im Verlauf der Bier- und Weinherstellung entstehen. Verfahrenstechnisch wird Diacetyl in der Regel mit Hilfe von nicht gentechnisch veränderten Milchsäurebakterien aus Zitronensäure oder Glukose gewonnen und als Aroma oder Butteraroma deklariert in verschiedenen Produkten eingesetzt; darunter auch in Margarine, Backwaren oder Popcorn sowie als Komponente in Aromamischungen.

Bei der Herstellung von Popcorn sei den zuständigen US-Behörden seit mehr als fünf Jahren bekannt, dass selbst kurzfristige Diacetyleinwirkungen die Lungenerkrankung „Bronchiolitis obliterans“ verursachen können – eine fortschreitende Erkrankung, die unheilbar ist und tödlich verläuft. Papiermasken, die als Schutzmittel verwendet werden, helfen nicht gegen die Folgen des Einatmens von Diacetyl. Die Internationale Union der Lebensmittel-, Landwirtschafts-, Hotel-, Restaurant-, Café- und Genussmittelarbeiter-Gewerkschaften (IUL) fordert deshalb staatliche Gesundheitsbehörden weltweit auf, dringende Maßnahmen zu treffen, um die Verwendung des chemischen Aromastoffs Diacetyl zu überwachen.

Laut Internetlexikon „wikipedia“ wurde im Juli 2004 vor einem US-Gericht in Iowa eine Klage gegen die Symrise Inc. und eine Reihe anderer Butteraromahersteller erhoben. Wie der Spiegel berichtete, mussten die Hersteller des künstlichen Butteraromas bisher mehr als hundert Millionen Dollar an kranke Mitarbeiter zahlen. Offiziell wird der Tod eines Menschen auf die Krankheit zurückgeführt. Ein weiterer Fall ist aufgetreten, als bei einem Mann diese Krankheit diagnostiziert wurde, welcher regelmäßig und in großer Menge Mikrowellenpopcorn zu sich genommen hat, und es vermutet wird, dass er die giftigen Dämpfe eingeatmet hat.
Die jüngsten Untersuchungen in den USA beschäftigten sich vordergründig mit den Auswirkungen von Diacetyl auf Arbeitnehmern in der Mikrowellenpopcorn-Herstellung. Diese Substanz wird aber auch in großem Umfang bei Tiefkühlkost und Snackfood, Süßwaren, Backwaren, Milcherzeugnisse, Backmischungen und anderen Lebensmitteln verwendet. Diacetyl wird nur selten als Bestandteil von Lebensmitteln ausgewiesen, sondern zusammen mit anderen chemischen Stoffen unter der allgemeinen Bezeichnung „künstliche Aromastoffe“ angeführt.

Quelle: Allgemeine Bäckerzeitung ABZ online

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Den Spruch hat mir meine Mutter beim Sonntagsspaziergang erzählt:

 „Steckst mi im April, komm i wann i will, steckst mi im Mai, komm i glei…“

Bezieht sich zwar eigentlich auf Kartoffeln, aber wenn ich mir so meine Zöglinge ansehe, passt das auch ganz gut. Letztendlich hätte ich mir die Samenanzucht im Wohnzimmer sparen können. Die Plänzchen sind relativ mickrig geblieben, die Gurken haben alle Blätter abgeworfen, die Tomaten sind grad mal 5 cm hoch, einzig die Auberginenpflänzchen sehen ordentlich aus.

Nach draussen gesetzt, haben sich die Gurken dann fast ganz verabschiedet, eine neue Saat ist zwar schnell aufgegangen, aber die Hälfte davon wurde von Mäusen gefressen (Drecksviecher! Einfach den Stil durchgebissen. Was tut eigentlich meine Katze ?). Also bekommen die wenigen verbliebenen Gürkchen nun über Nacht eine Schlaf-Mütze übergestülpt.

Mein Schneckenkragen taugt auch nicht. Um den Rhabarber herum habe ich nen 20 cm hohen Plastikkragen gebaut und die Mistviecher sind darüber gekrochen und haben sich die Wampen vollgeschlagen. Jetzt versuch ich es grad mit Kaffeesatz…

Nächstes Jahr muss ich das anders machen, das steht fest.  Einfach fertige Pflanzen bei OBI kaufen ist aber auch langweilig. Und schliesslich hab ich ja die Spezialitäten aus den Cameron Highlands mitgebracht. Vielleicht sollte man nach dem Auflaufen der Saat und dem Pikieren nochmal in gedüngte Erde umpflanzen? War der Sandboden doch zu mager, den ich genommen habe? Wir werden sehen.

Aus Mutters Garten gabs wenigstens drei ordentliche Stangen Rhabarber zum Trost, und damit hab ich gestern nen simplen aber sehr leckeren Kuchen gebacken.

Rhabarberkuchen

150 g Butter
150 g Zucker
3 Eier
200 g Mehl
1 Pck. Vanillepudding
2 TL Backpulver
etwas Milch

Zimmerwarme Butter, Zucker und Eier schaumig schlagen. Mehl mit Puddingpulver und Backpulver mischen, nach und nach einrühren. Bei Bedarf etwas Milch zugeben. Den Teig in eine gebutterte Springform füllen und mit den Rhabarberwürfeln kreisförmig belegen.
Bei ca. 150° (Umluft) -175° (Ober- und Unterhitze) ca. 45 Minuten backen.
Den erkalteten Kuchen mit Puderzucker bestäuben.

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Grrrr!!! Ich habe einige meiner Neuzugänge im Garten praktisch verloren. Beziehnugsweise ich habe (fast) verloren gegen eine massive Invasion von Nacktschnecken.

Besonders lecker schmecken offensichtlich Basilikum und Majoran, was meine Biogarten-Bibel bestätigt. Sie machen aber auch nicht halt vor Petersilie, Maggikraut, Rhabarber und sonstigen zarten Blättchen. Wer allerdings meine rote Johannisbeere auf dem Gewissen hat, weiss ich noch nicht so genau. Das sieht mir jedoch eher nach Raupenfrass aus, als nach Arion, Derocereas und Konsorten.

Nachdem ich also vorgestern und gestern jeweils ungefähr 25 Exemplare der Nackerten aus dem Kräuterbeet geklaubt habe, haben sich heute morgen nur etwa 5 eingefunden, aber von den Blättern meiner Pflänzchen sind auch nicht mehr sehr viele intakt.

Und nun? Die grausigen Methoden der Schneckenbekämpfung scheiden aus. Also mit Schneckenkorn vergiften, mit Salz verätzen, in Bier ertränken, mit dem Messer zerhäckseln und was da noch so in diversen Büchern empfohlen wird. Nein, sowas tun wir nicht. Wir sammeln und setzen auf der Wiese aus. Und wir überlegen uns eine wirksame Barriere, die sich nicht übersteigen lässt, bis die Pflanzen kräftiger sind. Ich hab da schon so ne Idee, das muss ich heute abend mal testen. So eine Art Plastikzaun.

Bei den Öschis hab ich übrigens ne interessante Seite zum Thema gefunden:
www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/landwirtschaft/pflanzenschutz/schnecken/

 

 

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