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Zwei Tage Sommer

30. Juni 2009 von landlebenlust

Gestern war ich mit H. im Biergarten der Storchenbrauerei. Das Wetter war endlich einmal so, wie man es im Juni eigentlich erwartet: schön warm und ohne düster dräuende Regenwolken, so dass ich mit dem Rad in die Stadt fahren konnte. Und ich war schnell! Ich bin doch wirklich ganz gut fit von der Insel zurückgekommen. Es war schön, unter Bäumen und Lampions (das erinnert mich natürlich an Asien), und unter dem exakt mittig halbierten Mond (das erinnert mich schon wieder an Asien, dort ist der Mond nämlich nicht vertikal sondern horizontal halbiert) ein paar Bierchen zu trinken, nicht zu viel diesmal, denn ich hatte ja noch 10 km mit dem Rad vor mir. Wir haben endlos rumfiesolophiert, sind von einem Thema zum anderen gekommen, und so muss es ein. So stelle ich mir ein inspirierendes Gespräch vor, nicht wie diejenigen, die ich kürzlich hatte, in denen sich jedes Thema nach zwei Sätzen erledigt hatte.

 Ansage: Der/Die  war aber nett!
Antwort: Das sind sie doch alle…
Thema beendet

Ansage: Der/Die war aber nicht so nett…
Antwort: Das bildest du dir doch nur ein!
Thema beendet

usw.

Die Heimfahrt war auch angenehm entspannt, im restlichen Dämmerlicht so gegen 10 Uhr, die Route am Fluss entlang. Einzig lästig die vielen kleinen Fliegen, die ich fast ins Auge bekommen oder verschluckt hätte, aber auch das nicht weiter wild, Augen zu und durch im buchstäblichen Sinne. Mund zu wäre vielleicht auch eine Alternative für die Zukunft…

H. hat mir zwei Fotos geschickt, die ich euch nicht vorenthalten kann! Einmal der Jungstorch im Nest auf dem Kamin und dann dieser süsse Hund, der so treuherzig hoffnungsvoll auf das Essen geguckt hat, herrjeh, können diese Augen lügen?

 Jungstorch Hundeaugen

Heute war ich wieder mit dem Rad in der Stadt, um einiges zu erledigen und hatte ganz angenehme Begegnungen, es wird besser. Bei meiner ehemaligen Arbeitsstelle habe ich - es gruselt es mich jedesmal, wenn ich da wieder einen Fuß reinzusetzen muss! - sehr freundliche und hilfsbereite Leute angetroffen, ich brauchte noch ein offizielles Dokument fürs AA. Und auch da war man ausnahmsweise sehr freundlich und hilfsbereit. So langsam komme ich mir nicht mehr ganz so wie der letzte Idiot vor.

Beim Karabag habe ich mir noch einen seiner gigantischen Salate mitgenommen, „the best in town“ sozusagen, den ich dann zu Hause auf der Terrasse mit Genuss verspeist habe. Und ein Eis noch hinterher. So stell ich mir den Sommer vor.

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