Ich hab mal wieder einen langen Sonntagsspaziergang unternommen. Nicht ohne meinen Beutel, natürlich. Den Beutebeutel, den zum Naturalien einsacken. Interessant, hat Beutel wirklich was mit Beute zu tun? Derselbe Wortstamm? Liegt auch irgendwie nahe. So kommt man vom 100sten zum 1000sten…
Ich wollte mal wieder nach den Blaubeeren sehen, und wie schon beim letzten Spaziergang war das ein vergebliches Ansinnen. Es gibt in diesem Sommer keine. Oder nur so winzige, dass man sie mit der Lupe suchen – und mit der Pinzette zupfen – müsste. Aber dafür hat sich natürlich, wie so oft, ein Ersatz gefunden.
Ich bin oben „auf der Höh“ ganz in der Nähe meines Preiselbeerplatzes auf eine ganze Hecke mit schönen Brombeeren gestossen. Also hab ich meine Pappschachtel gefüllt und bin dann über den Weg an den Fischteichen nach Hause gelaufen. Dort hab ich noch 2 Bäume mit fast reifen Mirabellen entdeckt. Oki, das heisst, demnächst Pflaumenkuchen für meine Kollegen.
Aus den Brombeeren hab ich Gelee gekocht, also das übliche Vorgehen: Beeren mit der gleichen Menge Gelierzucker in einem Topf verrühren, etwas ziehen lassen und die Beeren ein bisschen zermatschen. Dann 3 bis 5 Min lang kochen lassen. Die Marmelade durch ein Sieb streichen, um die Kerne zu entfernen.
Um mal was Neues auszuprobieren hab ich noch 2 EL Rosenwasser dazugegeben. Der Effekt ist verblüffend. Das Gelee duftet wunderbar blumig und schmeckt auch so!
Das Rosenwasser hab ich natürlich auch wieder von den Indern. Es kann praktischer Weise genauso wie reines Kokosnussöl sowohl für die Körperpflege als auch zum Kochen benutzt werden.