Gestern war ich im Wald, um zu gucken, wie weit die Blaubeeren sind. Winzlinge! Das ist noch nicht so das Wahre. Obwohl ich ja befürchte, dass die in diesem Jahr auch sehr klein bleiben, wie alles andere Obst, weil es so extrem trocken war in der ersten Wachstumsphase.
Also keine Blaubeeren vorerst, aber dafür hab ich ein paar schöne Himbeersträucher gefunden. Das Zupfen war schon etwas langwierig, auch hier sind die einzelnen Beeren sehr klein, dafür gibt es aber viele! Und solange die nicht mit Brennnesseln vergesellschaftet sind, mach ich das ganz gerne, ich mit meinem Sammeltrieb. So ungefähr ein Pfund habe ich zusammenbekommen. Dann hab ich einen Obstkuchenboden gebacken, ganz simpel, das Rezept.
Himbeerkuchen
75 g Butter (Zimmer warm)
75 g Zucker (aromatisiert, siehe unten)
2 Eier
1 Prise Salz
125 g Mehl
1 TL Backpulver
evtl. 1 EL Milch
500g Himbeeren
2 Pk. Tortenguss (rot)
1 TL Zucker (aromatisiert)
Süssstoff nach Bedarf
1/4 L Apfelsaft
1 Becher Schlagsahne
1 TL Zucker (aromatisiert)
Butter, Zucker und Eier schaumig schlagen, Mehl und Backpulver mischen, unterrühren, fertig ist der Teig. Wenn man mehr Zeit hat und den Boden lockerer mag, kann man Eigelb und Eiweiss trennen, das Eiweiss schnittfest schlagen und am Schluss unter den Teig heben.
Eine Springform mit etwas Butter auspinseln, mit feinen Semmelbröseln bestreuen und denn Teig einfüllen. Die Form ein paarmal schwungvoll in Kreis drehen, dann verteilt sich der Teig schön gleichmäßig und man bekommt keinen Buckel in der Mitte. 30-40 Minuten backen. Umluft: 150°, Ober-und Unterhitze: 175°.
Inzwischen die Himbeeren vorsichtig waschen, auf einem Papiertuch ausbreiten zum Trocknen.
Für den Guss 1/4 L Wasser mit 1/4L Apfelsaft in einen mittleren Topf geben und erhitzen. Das Pulver mit dem Zucker in einer Tasse verrühren und dann langsam etwas Wasser zulaufen lassen, dabei gut umrühren, ass sich keine Klumpen bilden. Diese Flüssigkeit in den Topf einrühren, nach Geschmack mit Süssstoff nachsüßen, unter rühren einmal kräftig aufwallen lassen.
Abkühlen lassen, bis die Flüssigkeit leicht zu gelieren beginnt, die Himbeeren vorsichtig unterrühren. Portionsweise auf dem erkalteten Kuchenboden verteilen, der sich immer noch in der Springfom befindet. Im Keller oder Kühlschrank festwerden lassen.
Und das Sonntagsfrühstück sah dann so aus:
Und nun noch zum aromatisierten Zucker. Ich habe ein 1L Glas mit Korkverschluss, in dem ca. 10 Vanilleschoten stecken, das fülle ich immer wieder mit Zucker auf. Zusätzlich gebe ich die gewürfelte Schale einer Bio-Zitrone (in dem Fall sogar aus eigenem Abau, sprich Blumentopf) hinein. Das ergibt einen fein aromatisierten Zucker zum Kuchen backen und in der Schlagsahne ist er besonders lecker!
