… zum Einheizen an kalten Tagen
Auch wenn ich bald in Thailand bin und dort bestimmt noch rauhe Mengen von Green Curry vertilgen werde, ich hatte letzte Woche etwas gegrilltes Hühnerfleisch übrig und da konnte ich nicht widerstehen.
Lobo, Hersteller von Thaiprodukten, schreibt auf der Firmenwebsite „Ironically, the westerners love Green Curry at first taste eventhough Thais recommend a milder one like Panang or Masaman. Green Curry Paste, which is made mainly from fresh green chilli, is the hottest of all Thai curries. Think „Green“ when you want an unforgettable fiery Thai curry.“
Das stimmt. Ich habs zum ersten mal auf dem Segelboot von Chass und Monica (begnadete Köchin!) gegessen, als wir mit den beiden von Langkawi nach Krabi gesegelt sind, und hab mich tatsächlich sofort dafür begeistert.
Vor allem mit Nudeln, ich finde, das schmeckt noch besser als mit Reis.
Egal, kommen wir zur Sache. Man braucht die Paste, entweder selbstgemacht oder aus dem Glas bzw. der Packung.
Bewährt hat sich die der besagten Firma Lobo, und man bekommt sie fast in jedem Asia Laden. Sie schmeckt wirklich völlig authentisch. Was man von anderen Produkten nicht immer behaupten kann.
Man kan sie aber auch selber machen, gesetzt den Fall, man bekommt alle Zutaten frisch.
Green Curry Paste
Trockene Zutaten:
1 EL Koriandersamen
2 TL Kreuzkümmelsamen
1 TL schwarze Pfefferkörner
2 TL Salz
Frische Zutaten:
8 große grüne Chillieschoten
20 kleine Schalotten oder 10 kleine Zwiebeln
12 kleine Knoblauchzehen
1 Daumen frischer Galgant
100 g frisches Koriandergrün
6 Kaffir-Limettenblätter
3 Stängel Zitronengras, nur das weiße untere Teil
1 TL Limettenschale (abreiben)
2 EL Sesamöl
2 TL Garnelenpaste oder Fischsoße
Zubereitung:
Koriander und Kreuzkümmel trocken in der Pfanne rösten, bis sie duften. Die trockenen Bestandteile im Mörser fein zerreiben.
Die frischen Zutaten grob zerkleinern. Alles zusammmen in der Küchenmaschine mit dem Häckselaufsatz oder mit dem Stabmixer in einem engen Gefäß zu einer feinen Paste pürieren. Diese Paste hält sich in einem Glas im Kühlschrank über Wochen.
Green Curry mit Huhn
Zutaten:
1 TL Sesamöl
1 Gemüsezwiebel, in Scheibchen, diese halbieren
2 EL Green Curry Paste frisch oder
1 Pkg Lobo Fertig-Paste
2 Hühnerbrustfilets, in kleine Streifen geschnitten
1 kleine Dose grüne Bohnen oder 100g frische grüne Bohnen
1 kleine Zucchini, ebenfalls halbe Scheibchen
100 g frische Austernpilze (Champignons, Shitake), dito, Streifen
6 Kaffir-Limettenblätter
1 Dose Kokosmilch
frisches Koriandergrün, gehackt
Zubereitung:
Öl, Currypaste und Zwiebeln in der Pfanne (Wok) erhitzen. Hühnerfleisch zugeben, ca. 1 Min unter ständigem Rühren sanft anbraten. Mit der Kokosmilch aufgiessen und kleingeschnittenes Gemüse zugeben.
Hartgesottene behaupten, dass zuerst die Kokosmilch kommt, dann die Paste und dann erst der Rest. Ich machs halt so rum. Was man nicht macht, ist das Fleisch scharf anbraten wie bei uns, dann wirds nämlich hart.
Die Limettenblätter ganz lassen, sie werden vor dem Essen wieder entfernt.
Wenn die Konsistenz zu dick ist, mit etwas Wasser verdünnen. Die Bohnen aus der Dose können auch mit dem Aufguss verwendet werden. Alles solange köcheln lassen, bis Fleisch und Gemüse weich sind. Das dauert nicht lange, und darum nehm ich auch die Bohnen aus der Dose und geb die erst ganz am Schluss zu.
Bei Bedarf noch mit Sojasoße oder Fischsoße nachwürzen (sehr salzig!)
Das fertige Curry mit den gehackten Korianderblättern bestreuen.
Dazu gibts Reis oder Bandnudeln.
Das Rezept kann man vielfältig variieren, statt Hühnchen kann man Fisch oder Tofu nehmen, statt der Pilze grüne Thai-Auberginen, die Zucchini kann man auch weglassen, das wichtigste ist die Paste und die Kokosmilch.
Guten Appetit – ไชโย chái yó