Ich werde eine neue Kategorie einführen, denn das was mir hier in letzter Zeit so alles im Tagsurfer entgegenspringt ist doch manchmal äusserst bemerkenswert… Unter dem Stichwort “Katze” und auch unter “Kochen” (das Rezept für “Chili con carne” ist einfach unglaublich, vor allem für die Katze, vermute ich mal) bekomme ich in letzter Zeit die überaus interessanten Aussagen dieser Bloggerin zu lesen:
Ist es denn zu fassen! Und ist es eventuell auch Katzen erlaubt, aus der Kirche auszutreten?
Und wenn wir schon dabei sind, diesen hier bitte noch! Hagen Rether lässt es, wenn auch mit sanfter Stimme, schon ganz gut krachen… Manchmal hat er wirklich recht, eigentlich sogar ziemlich oft. (Vielmehr von ihm auf YouTube)
Ja, und ich habe mir schon immer gedacht, dem Ratzinger würden 2 kleine Hörnchen am Kopf nicht schlecht stehen, bei dem Gesicht! Photoshop würde es möglich machen, aber: ist es verboten? Dem Pabst Hörner aufzusetzen? Ich bin erst mal vorsichtig…
Noch einer, der mir ganz gut gefällt, also nicht er, sondern seine Rede, ist Pispers. Ein kleines Beispiel in zwei Teilen, so lange YT mitspielt:
Obwohl ich mich manchmal auch frage, wie denn die Leute, die solcherlei Sozialkritik machen, die mit dem Finger deutlich drauf zeigen, was hier los ist, damit umgehen, dass in ihrem Publikum genau die sitzen, die das nicht betrifft. Denn die “Einkommensschwachen” oder “Bildungsfernen” könnten oder würden sich eine Abendkarte für 30 Euro nicht leisten. Machen die sich Gedanken drüber? Oder ist es egal, geht es letztendlich auch dabei nur ums Geldverdienen?
Was mich erschreckt sind die Kommentare auf YT, die mir deutlicher als gefürchtet den Bildungsstand der Nation zeigen:
Mindbender05 (vor 1 Woche)
Manche Leute kommen anscheinend aus der Vorschuldenke “Der ist aber besser weil ich den besser finden tu” niemals hinaus.
cptkimme (vor 1 Woche)
provokation ist alles, jungs. ich dachte, leute, die mit pispers lachen können, verstehen, was ich sagen will.
kopf zu, mund auf.
PhantomBlue79 (vor 2 Wochen)
Zyniker sind erst mal Menschen, die Hinter die Fassade schauen und kritisch die moralische Vorstellungen und angenehme Gewohnheiten anderer betrachten. Es gibt verschiedene Arten von Zynikern. Konstruktive – die aufzeigen was ihrer Meinung nach nicht optimal läuft kann man kritisch oder ironisch präsentieren und die Pessimistien und Feindseligen: die grundsätzlich alles Schlecht machen was andere sagen oder tun. Pispers gehört jedenfalls zu der ersten Gruppe.
unbekannt1991 (vor 1 Woche)
Antworten falsch. Ein Zyniker ist jemand, der die Welt aus einer materialistischen, antimoralistischen Sicht Perspektive sieht. Dies gilt als Legitimation für sein skrupelloses Handeln. Rationale Überlegungen mischen sich mit einem einseitigen, radikalen Menschenbild. Zynismus als Stilmittel ist jedoch ein Unterschied: Dieser Stil besteht scharfem, sich makaberen Vergleichen bedienenden Spott, bissig, pessimistisch und scheinbar (!) nihilistisch.
Mindbender05 (vor 1 Woche)
Entschuldigung, aber ich habe selten so einen komprimierten Quatsch gelesen.
Merke, Fremdwörter aneinanderreihen muss nicht unbedingt einen Sinn ergeben.
unbekannt1991
Antworten 1: das sind alles keine Fremdwörter, sondern Fachbegriffe.
2: wenn du mit Wörtern wie Skrupel, makaber, pessimistisch u.ä. Probleme hast, dann ist das bedauerlich
3. das ist ein abstraktes Thema, also kann ich keine Sprache für Minderbemittelte verwenden, wie du es wünschst
4. es ergibt einen Sinn
Ich hoffe, ich habe diesmal nicht zu viele “Fremdwörter” verwendet.
p.s.: mir ist ein Fehler unterlaufen (2.Zeile). Das passiert, da habe ich wohl nicht überflogen. Entschuldigung.
Schon interessant. Solche Kommentare und noch viel schlimmere finden sich überall, wo man welche hinterlassen kann. Auch das gibt mir zu denken…
Kennt ihr Serdar Somuncu? Nein? Dann wirds aber Zeit! Das ganze Drama mit dem Sound am Computer hat sich gestern ja eigentlich desswegen entwickelt. Ich wolllte auf You Tube ein paar Videos von ihm suchen und habe dann festgestellt, dass der Ton weg ist… Nun haben wir ihn also wieder. Den Ton und den Serdar. Richtig ordinär und laut mit seiner “Hatenight Show”, gut anzuhören, wenn man selber vor Wut gerade platzen könnte!
Noch besser allerdings finde ich seine Hitler-Satire. Eine kleine Kostprobe, ich hoffe, dass das Video wenigstens ein paar Tage lang läuft, bevor ich wieder die bekannte Meldung bekomme: Dieses Video ist nicht mehr erreichbar weil blablaablaaa….
(Vieleicht sollte ich aber lieber den wieder vorhandenen Ton leiser stellen oder das Fenster zumachen, was sollen denn die Nachbarn denken? Wenn hier das Unwort “Hitler” aus dem Raum dringt! Naja, was sie wollen…) Jedenfalls ist “Hitler Kebab” ausserordentlich hörenswert!
Das hat es schon lange mal gebraucht, in diesem unserem Lande, dass man sich nicht, vor lauter falscher Betroffenheit, betreten, verlegen und geniert vom Thema distanziert, sondern endlich mal traut, laut rauszulachen bei dem wirklich urkomischen “HUCH!!! Hol die Fahnen, er ist wieder da!”. Das ist witzig und darf es auch sein!
Ich war nicht dabei, meine Eltern auch nicht, und dann frag mal bitte einen Amerikaner, ob er sich heute noch schuldig fühlt, dass seine UrUrUrGrosseltern womöglich Indianer massakriert haben. Der wird dir was ganz anderes zeigen als ein Schuldgefühl – den Vogel vieleicht oder den Stinkefinger. Sonst sind sie ja, in jeglicher und oft sehr fragwürdiger Hinsicht, auch unser großes Vorbild, die Amerikaner. Können wir vieleicht auch einen schwarzen – entschuldigung – farbigen Präsidenten haben? Ich sage damit definitiv nicht, dass das, was da vorgegangen ist, damals, irgendwie entschuldbar wäre, aber ich will damit sagen, dass ich es nicht einsehe, dass sich ein “Volk” – jaja, schon wieder so ein Begriff! Auf der ganzen Welt darf ein Volk sich als solches bezeichnen, wir aber nicht, denn dann sind wir gleich wieder Nazis – also vielleicht besser eine Nation? auch nicht gut, das Wort ”national” hat ja auch so einen braunen Geruch an sich, also was sind wir hier eigentlich? - über Generationen hinweg schuldig fühlen muss. Und allein, dass ich dieses Thema jetzt gerade so ausschlachte, zeigt mir schon wieder, dass auch ich immer noch nicht ganz frei bin von dieser Befangenheit.
Interessant übrigens auch die Frage, was sich in meinem Blog tut, wenn ich das Unwort als Schlagwort hinzufüge. Warten wirs ab. Ein Experiment nach meinem Geschmack. (Ich könnte es im Prinzip noch überbieten, indem ich die Meinung des japanischen Freundes aus Penang wiedergeben würde, aber das lass ich jetzt vorerst mal.)