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Unbedingt im Vollbildmodus ansehen! Sofern eine schnelle Internetverbindung da ist. Ich finde das einfach nur genial! Die Musik und den Film. Was will mir das sagen? Erstens: schau dir unsere schöne Welt an, solange es sie noch gibt. Zweitens: Luftschlösser und Sandburgen zu bauen ist zuweilen auch nicht das Schlechteste!

P.S. Ich weiss, dass grad mit den Eisbären zur Zeit irgendwie auf die falsche Tränendrüse gedrückt wird, aber ich bin da auch nicht unempfänglich. Die liegen da wie meine Katze…

Es sind noch genau 18 Tage bis zum Abflug.

Nachdem der Sommer nicht stattgefunden hat, weder in Natura noch im Blog aus eben dem Grund, kann ich nun die Land.Leben.Lust praktisch abschliessen.

Das Häuschen ist fast schon leer, und so eine Wohnungsauflösung ist eine Mordsarbeit. Der Unterschied  zu einem normalen Umzug ist gigantisch. Allein diese ganze Aussortiererei, was man wirklich noch aufheben muss oder möchte, und was man im Prinzip wegwerfen oder zumindest verschenken kann…

Eine ganze Zeitlang war ich regelrecht verzweifelt, weil ich überhaupt nicht mehr durchgesehen habe. Nun lichtet sich das Chaos langsam aber sicher.  Es wird schon alles gut werden.

Es war eine sehr schöne Zeit hier im Häuschen mit der Katze. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Wen es weiterhin interessiert, was ich in Zukunft so treibe, der sei auf die beiden anderen Blogs verwiesen. In Malaysia werde ich alle Zeit der Welt haben um zu schreiben.

Amen.

Phantomschmerz

Unter Phantomschmerz  versteht man die Empfindung, eine amputierte oder fehlende Gliedmaße  sei immer noch am bzw. im Körper vorhanden und bewege sich sogar entsprechend mit anderen Körperteilen…

So ungefähr fühlt es sich an, wenn ich mir, wie heute, bloß einen Salat zubereite, einen griechischen, mit Schafskäse und allem drum und dran – und plötzlich überfällt mich die Erinnerung an diese Szenerie auf Langkawi. Wir waren regelrecht glücklich, in einem neu eröffneten Restaurant einen derart genialen Salat zu bekommen, Schafskäse gibts da normalerweise nicht, und der Salat war für den Preis riesig und unglaublich gut! Wir waren so lustig, an diesem Tag, haben so viel gelacht, ich hab noch diesen Witz im Ohr, diese vollkommen verückten Namen von Cocktails… The Dick of a Sick, grandios, ein Cocktail mit Durian, und wir haben uns alle möglichen anderen kranken Möglichkeiten ausgemalt.

Ein Lied im Radio. Sting, Fields of Gold. Lange habe ich in dem Lied statt “Fields of Barley” – “Fields of Bali” gehört. Bali!

Was haben wir alles zusammen entdeckt, ich bin so erfüllt von Erinnerungen, ich kann mich einfach nicht dieser ganzen Flut von Filmen erwehren, die da ständig in mir ablaufen.

Jaja, es ist wie in dem schönen Lied, es war ne geile Zeit.

Hast du geglaubt, hast du gehofft, dass alles besser wird?
Hast du geweint, hast du gefleht, weil alles anders ist?
Wo ist die Zeit wo ist das Meer?
Sie fehlt.
Sie fehlt hier, du fragst mich, wo sie geblieben ist?

Die Nächte kommen, die Tage gehn,
es dreht und wendet sich.
Hast du die Scherben nicht gesehn,
auf den du weiter gehst?
Wo ist das Licht, wo ist dein Stern?
Er fehlt.
Er fehlt hier, du fragst mich, wo er geblieben ist.

Wird alles anders!
Wird alles anders!
Wird alles anders!

Ja ich weiss, es war ne geile Zeit,
uns war kein Weg zu weit.
Du fehlst hier!

Ja ich weiss, es war ne geile Zeit,
hey, es tut mir Leid
Es ist vorbei.
Es ist vorbei. Es ist vorbei.

Du willst hier weg, du willst hier raus, du willst die Zeit zurück.
Du atmest ein, du atmest aus, doch nichts verändert sich.
Wo ist die Nacht, wo ist der Weg?
Wie weit.
Wie weit noch, du fragst mich, wo wir gewesen sind.

Wird alles anders!
Wird alles anders!
Wird alles anders!

Ja ich weiß, es war ne geile Zeit,
uns war kein Weg zu weit.
Du fehlst hier!

Ja ich weiss, es war ne geile Zeit,
hey, es tut mir Leid
Es ist vorbei.

Ja ich weiss es war ne geile Zeit,
hey, es tut mir Leid
Es ist vorbei.

Die Lichter sind aus, es ist schwer zu verstehn.
Du siehst hilflos zu, wie die Zeiger sich drehn.
Du siehst deinen Stern, ihn kann nichts mehr zerstören.
Denn du weißt, dass es geil war, dass es geil war.
Denn du weißt, dass es geil war.

Ja ich weiss, es war ne geile Zeit,
uns war kein Weg zu weit.
Du fehlst hier!

Ja ich weiss, es war ne geile Zeit,
hey, es tut mir Leid
Es ist vorbei.

Ja ich weiss, es war ne geile Zeit,
hey, es tut mir Leid
Es ist vorbei.

Es ist vorbei. Es ist vorbei.

Ist das überhaupt möglich, das jemals “auszublenden”?  Wie, wenn man einem Menschen so nahe gestanden hat?

Und dann diese ewige Diskrepanz zwischen dem unglaublichen Ziehen, hier endlich weg zu wollen, und dem hier alles aufgeben zu müsen, das Häuschen, den Garten, und nicht zuletzt die Katze. Ich beobachte mich dabei, dass ich ständig die Süsse beobachte, jeder Blick von ihr, das Kuscheln mit ihr, das ist mir so bewusst wie nie zuvor. Es bricht mir schier das Herz, sie zu verlassen. Ich muss aber, und ich will, aber es tut weh.

Endlich…

Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, aber ich denke, das Schlimmste haben wir nun wirklich hinter uns!  Nach diesem erneuten Wintereinbruch nach meinem letzten Eintag war es ja gleich wieder vorbei mit den täglichen Spaziergängen und Frühlingsfotos. Und vor ein paar Tagen war es dann auch endgültig vorbei mit meinem alten Rechner. Das ist völliger Wahnsinn, wenn man wie ich den Computer beim Aufstehen anschaltet und vor dem Schlafengehen  ausmacht. Sucht! Da geht echt garnichts mehr! Abgesehen von den Spielen (und ich möchte nicht darauf verzichten, das gebe ich offen zu!) kann man natürlich auch die Fotos von der Digikamera nicht mehr runterladen, man kann nichts schreiben, nichts recherchieren, keine Filme gucken, schlimm! Soviel auch zu meiner Idee, ohne Notebook auf die Reise zu gehen…

Nun gut, erst habe ich so ziemlich alles versucht, was möglich war, um die alte Kiste vielleicht doch noch zu retten, inklusive einer “OP am offenen Herzen” aber es war absolut nichts mehr zu machen. Der Rechner war aber auch Baujahr 2002, wen also wunderts. Ich konnte gottseidank noch meine ganzen Digifotos auf das externe Laufwerk runterziehen, aber dann war Schluss mit lustig.  Alles andere ist weg. Nichts von Bedeutung, keine wichtigen Daten in dem Sinn, aber heute musste ich schon feststellen, dass ich eine ganze Menge Passwörter vergessen habe, die ich nie eingeben musste, weil der Rechner sie gespeichert hatte. Und wenn man bei manchen Anwendungen das Passwort per eMail anfordern kann und in diese Mailbox auch nicht mehr reinkommt…  Alles halb so wild, im Prinzip bekomme ich schon alles wieder zusammen, was ich brauche.

Und mit der neuen schicken – hmm, Kiste kann man garnicht mehr sagen – also nennen wir es beim Namen: Notebook, also das ist natürlich ein Unterschied! Ein potentes Maschinchen habe ich da! Jetzt funktioniert endlich auch mal das WLAN! Goil!

Es gab Nachtfrost und heute war es auch ziemlich kalt, aber nachmittags war es doch schön genug um Spazieren zu gehen. Ich war mal oben im Wald um mich da umzusehen, aber es blüht noch nichts, bzw. ich habe nichts gesehen.

In dem kleinen Eichenwäldchen fand ich den Blick in die Baumkronen sehr schön, das wäre ein Motiv, das man im Lauf der Jahreszeiten immer wieder fotografieren kann. Zumindest habe ich mir meinen Standpunkt gemerkt. Es sieht auf jeden Fall eindeutig anders aus als im Herbst nach dem Laubfall oder im Winter. Irgendwie hat der Himmel eine andere Farbe. Es hat eindeutig eine frühlingshafte Anmutung.

Auf den Rückweg am Bach entlang, der sich absolut malerisch zwischen Weiden und Erlen durch die Wiesen windet, dachte ich zuerst, ich sehe einen kleinen Rest Schnee dort liegen. Beim näher kommen hat sich das weisse Häufchen leider als toter Silberreiher entpuppt.  So ein schöner Vogel! Was für eine Verschwendung von Leben.

Am Ende des Spaziergangs war ich noch am Kanal und habe mir das schöne sanfte Abendlicht betrachtet. Das Licht ist im Moment ganz besonders, wie auch im Herbst. Im Sommer und im Winter ist es greller. Hat schon was, die ländliche Idylle.

Frühlingsanfang!

Theoretisch oder meteorologisch zumindest. Aber: Es kann nur besser werden.

Nach dem letzten Eintrag war schnell wieder Schluss mit lustig, ich hab mir irgendwo eine Mörder-Erkältung geholt und das hat sich dann zwei Wochen gezogen, mit so ungefähr allen Symptomen, die man sich vorstellen kann. Nachdem ich gerade wieder einigermassen auf den Füssen war, kam die Nachricht, dass meine Mutter im Krankenhaus liegt. Verdacht auf Herzinfarkt. Meine Nerven! Gottseidank hat sich das nicht bestätigt, aber besonders gut gehts ihr immer noch nicht, sie hat sich im Krankenhaus auch noch einen Virus zugezogen, der dort offenbar heftig grassiert und es waren einige (im wahrsten Sinne des Wortes) beschissene Tage angesagt. Morgen kann sie hoffentlich nach Hause!

Ich war natürlich erst mal zu Tode erschrocken und habe, bis die “Entwarnung” von wegen Herzinfarkt kam, auch nicht grad ruhig geschlafen, man weiss ja nun aus Erfahrung, wie schnell das alles gehen kann… Um den Irrsinn perfekt zu machen, hab ich plötzlich des Nachts einen unsäglichen Juckreiz empfunden, bin aufgestanden und hab geguckt, ob ich irgendwelche “Viecher” im Bett habe, obwohl es für Mücken und Konsorten noch viel zu früh ist. Flöhe? Meine Katze  hatte noch NIE einen einzigen! Ich hab mich selbst betrachtet und war erst mal schockiert. Neben kleineren Pusteln wie von Mückenstichen hatte ich auch weitaus größere Quaddeln und eine Handteller große am Bauch! Was zum Teufel war das denn? Das sah aus, als hätte ich eine Qualle umarmt! Immer mal was Neues…

Ich hab das Bettzeug komplett ausgetauscht und sogar den Matratzenüberzug abgenommen (morgens um 3:00) weil ich zuerst auf irgendeine allergische Reaktion durch Hautkontakt getippt hatte. Nach zwei Tagen war der Spuk vorbei, ich nehme inzwischen an, dass es eher eine Reaktion auf den Dauerstress war, so nach dem Motto, du bist zu dünnhäutig, du must dir ein dickeres Fell zulegen, oder aber: es ist alles zum aus der Haut fahren.

Wie auch immer, am Donnerstag war ich erstmals wieder richtig fit und das Wettter hat auch mitgespielt, nachmittags gab es zwei Stunden lang blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Ich kann garnicht ausdrücken, wie sehr ich das genossen habe: Einfach nur Ruhe, keine neuen Hiobsbotschaften. Im Garten etwas im Laub rumstochern um zu sehen, ob sich schon etwas regt? Oh ja, es tut sich was. Winterlinge, Schneeglöckchen und Krokusse haben sich unter der Schneedecke schon hervorgewagt. Lang dauerts nicht mehr, dachte ich mir.

Am Samstag war es dann endlich so weit. Der ganze Schnee war geschmolzen, die Sonne schien ab Mittag und es war einigermassen warm. Ich hab stundenlang vorsichtig Laub entfernt und zusammengerecht und immer wieder neue grüne Spitzen entdeckt. Wie wunderbar! Das ist tatsächlich jedes Jahr wieder ein kleines Wunder!

Heute bin ich spazieren gegangen um dem Frühling nachzuspüren. Es gibt schon vereinzelt blühende Haselsträucher, in den Gärten Winterlinge und Krokusse. Ich habe einen Mann beobachtet, der ganz versonnen dastand und auf den einzigen blühenden Krokus auf seinem riesigen Rasen geschaut hat. An der Böschung vom Kanal habe ich ein paar davon entdeckt, die aus einem Garten entfleucht waren, und natürlich habe ich sie ausgegraben und bei mir im Garten eingesetzt. Und dann, in der Abenddämmerung, hat zum ersten mal die Amsel gesungen! Hab ichs doch gewusst! Sie saß allerdings nicht auf dem Dachfirst der Scheune sondern auf dem alten Birnbaum.  Schön!

Nachdem ich mir vorgenommen habe, im März  jeden Tag ein Frühlingsfoto zu machen, also hier das erste, die Amsel im Birnbaum, fast als Scherenschnitt in der Dämmerung.

Ein Hauch von Frühling!

Auch wenn es nun wieder sehr kalt geworden ist, letzte Woche war ein paar Tage lang Tauwetter angesagt. Und wenn man ganz genau hinsieht, lauscht und schnuppert, läßt sich ein feiner Hauch von Frühling wahrnehmen! Es wird noch dauern, aber jetzt ist es absehbar, zumal das Tageslicht stetig zunimmt. Ich weiss übrigens ganz genau, wann es soweit ist: wenn die erste Amsel abends auf dem Dachfirst von Nachbars Scheune sitzt und ein Lied schmettert!

Sonntag war ich mit Freunden in der Nachbarstadt, wir wollten uns ein so genanntes “Thai-Festival” angucken, aber das war sehr enttäuschend. (Dass der scharfe Papaya-Salat 8,50 gekostet hat,  fand ich regelrecht unverschämt!) Dafür waren wir dann – schön eingemummelt zwar, aber immerhin – draussen vor dem Cafe gesessen, haben uns die Hände an den Gläsern mit Milchkaffee gewärmt und unsere Nasen in die Sonne gehalten. Sehr schön!

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